Ein-Euro-Jobs sind nur für „zusätzliche“ Tätigkeiten erlaubt, also für solche, die in der Regel im öffentlichen Interesse sind und nicht in Konkurrenz zu gewerblichen Unternehmen stehen. Sind sie nicht „zusätzlich“, steht dem Ein-Euro-Jobber der übliche Tariflohn zu. Deshalb muss das Jobcenter Mannheim einem Mann 150 Euro nachzahlen, der drei Wochen lang beim Umzug einer Abteilung der Stadtverwaltung half (Bundessozialgericht, Az. B 14 AS 98/10). Vor allem bei Kommunen stellte der Bundesrechnungshof in mehr als jedem zweiten Fall Verstöße gegen die „Zusätzlichkeit“ fest.

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