Tipps

  • Eignung. Eigentumswohnungen als Kapitalanlage sind nur für Anleger geeignet, die auch nach dem Einsatz des Eigenkapitals über eine Mischung von verschiedenen Vermögensanlagen verfügen. Als Basisanlage für die Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau eignen sie sich dagegen nicht.
  • Standort. Wählen Sie einen Standort, der aufgrund seiner guten wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven eine stabile Wohnungsnachfrage verspricht. Davon hängen die Chancen auf künftige Miet- und Wertsteigerungen ab.
  • Mietrendite. Achten Sie zudem auf ein günstiges Verhältnis der Mieteinnahmen zum Kaufpreis. Zusätzlich müssen Sie alle einmaligen und laufenden Nebenkosten berücksichtigen. Die Nettomietrendite sollte nach Berücksichtigung dieser Kosten über 4 Prozent liegen.
  • Mietkalkulation. Für die Kalkulation der Miete können Sie entweder den örtlichen Mietspiegel zu Rate ziehen oder Wohnungsanzeigen in Tageszeitungen vergleichen. Experten gehen derzeit von moderaten Mietsteigerungen aus. Kalkulieren Sie daher auch nur mit einer durchschnittlichen Mietsteigerung von 1 bis 2 Prozent. Nutzen Sie zudem den Excelrechner von test.de.
  • Besichtigung. Besichtigen Sie die Immobilie und die Umgebung am besten mehrmals und zu unterschiedlichen Tageszeiten. Wichtig ist zum Beispiel eine gute Verkehrsanbindung, insbesondere die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Einkaufsmöglichkeiten dürfen nicht fehlen. Auch Kindergärten, Schulen, Grünflächen und Freizeitangebote sollten in der Nähe liegen oder zumindest gut erreichbar sein.
  • Teilungserklärung. Studieren Sie die Teilungserklärung samt Gemeinschaftsordnung. Die Teilungserklärung legt die Aufteilung der Wohnanlage in Sondereigentum (die einzelnen Wohnungen und dazugehörige Kellerräume und Garagen) und die darauf entfallenden Miteigentumsanteile am Gemeinschaftseigentum fest (vor allem Grundstück, Gebäudesubstanz und Außenanlagen, Gemeinschaftsräume). Wichtig ist auch der Schlüssel, nach dem die Kosten für das Gemeinschaftseigentum auf die einzelnen Eigentümer umgelegt werden.
  • Wohnanlage. Ziehen Sie eine kleinere Anlage mit nicht mehr als drei Gebäuden und jeweils sechs bis acht Wohneinheiten einer Großwohnanlage vor.
  • Kaufpreis. Verhandeln Sie über den Kaufpreis. Die in Tageszeitungen angegebenen Preise liegen teilweise 10 Prozent und mehr über dem Marktpreis.
  • Protokolle. Lassen Sie sich vor dem Kauf die Protokolle der jüngsten Eigentümerversammlungen aushändigen. Sie geben zum Beispiel Aufschluss über geplante Instandsetzungen oder Streitigkeiten zwischen den Eigentümern.
  • Finanzierung. Zahlen Sie auch als Kapitalanleger mindestens 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises und die Nebenkosten aus Eigenkapital. Achten Sie außerdem auf eine vernünftige Tilgung: Spätestens mit Rentenbeginn sollten die Kredite bezahlt sein.

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