Eigentumswohnungen Meldung

Trotz aller Vorurteile: Eigentumswohnungen sind als Kapitalanlage jetzt wieder attraktiv. Vor allem die niedrigen Zinsen sprechen für einen Einstieg in den Immobilienmarkt: Hypothekenkredite mit zehn Jahren Zinsbindung gibt es bereits für einen Effektivzins von deutlich unter 5 Prozent. Besonders interessant sind Eigentumswohnungen für Anleger mit hohem Einkommen, die bereits ihren Sparerfreibetrag ausgeschöpft haben und ihre Kapitalerträge hoch versteuern müssen. Finanztest nennt Vor- und Nachteile von Eigentumswohnungen als Kapitalanlage und sagt, worauf Anleger vor dem Kauf achten sollten, damit sich die Investition rechnet.

Komplizierte Geldanlage

Die gute Nachricht: Wer seine Eigentumswohnung solide finanziert, kann durchaus 5 bis 6 Prozent Nachsteuerrendite erzielen. Die weniger gute: Eigentumswohnungen sind eine komplizierte und langfristige Geldanlage. Anleger gehen mit ihnen Risiken ein, da sie Einnahmen und Ausgaben nicht fest kalkulieren können. Sie brauchen daher Reserven, um nicht bei den ersten Schwierigkeiten ins Schleudern zu geraten. Zudem sollten sie auf das investierte Geld in den nächsten 10 bis 20 Jahren verzichten können. Außerdem: Mit dem Kauf einer Eigentumswohnung ist es für den Anleger nicht getan: Die Immobilie muss vermietet und auch verwaltet werden.

Auswahl entscheidend

Die Rendite und auch das Risiko einer vermieteten Eigentumswohnung hängen im wesentlichen von der Lage und dem Zustand des Objekts ab. Wirtschaftliche Ballungszentren mit guten Jobperspektiven etwa sind attraktiver als strukturschwache Regionen. Das gilt auch für modernisierte Altbauwohnungen oder Neubauten im Vergleich zu Wohnkomplexen aus den 60er und 70er Jahren. Wichtig sind zudem Verkehrsanbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen und Grünflächen.

Mietrendite berücksichtigen

Die genannten Faktoren allein entscheiden aber nicht ausschließlich über die künftige Rendite. Wichtig für Anleger ist auch das Verhältnis von Mieteinnahmen zum Kaufpreis - die so genannte Mietrendite. Um verschiedene Angebote besser vergleichen zu können, sollten Anleger auch die anfängliche Mietrendite als ein Auswahlkriterium berücksichtigen. Diese gibt an, wie viel Prozent der Investitionskosten Wohnungskäufer über die Jahresmiete wieder hereinholen. Nach Berücksichtigung einmaliger und laufender Nebenkosten sollte die Nettomietrendite mindestens 4 Prozent betragen. Ist sie kleiner rechnet sich die Wohnung nur bei hohen Wert- und Mietsteigerungen.

Eigenkapital und Investitionsplan

Wichtig für die Finanzierung sind zudem vorhandenes Eigenkapital und ein Investitionsplan. Je geringer das eingesetzte Eigenkapital, desto höher ist auch das Risiko der Finanzierung. Faustregel: Anleger sollten mindestens 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises plus Kaufnebenkosten aus eigener Tasche finanzieren. Zudem benötigen Wohnungskäufer einen Investitionsplan. Hier werden für jedes Jahr die voraussichtlichen Ausgaben von den Einnahmen abgezogen. Daraus ergibt sich der Betrag, den die Eigentümer entweder vorschießen müssen oder an Überschüssen kassieren. Um Chancen und Risiken besser auszuloten sollten Anleger mehrere Szenarien durchspielen.

Dabei hilft der Excelrechner Rendite von Eigentumswohnungen von www.test.de.

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