Eigentums­wohnungen Vorsicht vor Treu­hand­konten

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Das Geld von Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften (WEG) ist oft nicht sicher angelegt. Denn viele WEG-Konten werden als Treu­hand­konten unter dem Namen des Verwalters geführt, kritisiert der Verein „Wohnen im Eigentum“.

Ein Treu­hand­konto hat viele Nachteile: Hat der Verwalter Schulden, können seine Gläubiger das Konto pfänden. Geht er pleite, fällt das Guthaben in die Insolvenzmasse. Eigentümer müssen ihre Rechte dann erst aufwendig geltend machen, um an ihr Geld zu kommen. Treu­hand­konten sind außerdem schwer zu kontrollieren.

Viel besser fahren WEG mit einem „offenen Fremdgeld­konto“ auf den Namen der Gemeinschaft.

Tipp: Drängen Sie auf die Einrichtung eines offenen Fremdgeld­kontos, falls Ihr Verwalter das WEG-Konto noch immer als Treu­hand­konto führt. Tipps und Muster­briefe finden Sie im Internet unter www.wohnen-im-eigentum.de („Treu­hand­konto“ in der Suche eingeben).

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

g.jur am 20.03.2013 um 18:42 Uhr
Verwirrung perfekt

Was sagt die Redaktion dazu?
Normalerweise vertraue ich deren Aussagen.
Aber nun steht der Kommentar seit Wochen unerwidert.

tifios am 22.01.2013 um 20:23 Uhr
Desinteresse oder Unwissenheit???

Ich habe den Artikel unserer Hausverwaltung vorgelegt und bekam schriftlich (weil der zuständige Sachbearbeiter nicht vorort war eine E-Mail. Hier ein Auszug:
was Sie in der Zeitung „Finanztest 1/2013“ gelesen haben, ist schlichtweg „Stimmungsmache“!
Sollte ein Konto von einem Verwalter geführt werden, was bei einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss infolge der Zahlungsunfähigkeit des Verwalters durch einen Gerichtvollzieher zum Ausgleich von Forderungen gepfändet werden kann, ist kein Treuhandkonten der WEG! Ihr Konto für die WEG bei der "X-Bank" ist zu 100 % ein Treuhandkonto der „WEG XXX“. Dieses Konto hat keine wirtschaftliche Verflechtung und/oder Bindung an die wirtschaftlichen Verhältnisse des Verwalters.
Der Bericht in der Finanztest ist ein sinnloser Lückenfüller. Seriöse Verwalter bedauern immer wieder eine so negative Berichtserstattung.
Da muss man dann wohl leider etwas hartnäckiger werden.