Dem nach­träglichen Einbau von Balkonen in einer Wohn­eigentums­anlage müssen nicht alle Eigentümer zustimmen – auch dann nicht, wenn einige Wohnungen bereits über einen Balkon auf der gegen­über­liegenden Seite verfügen. Es reicht, wenn drei Viertel der Eigentümer zustimmen, denen mehr als die Hälfte der Miteigentums­anteile gehört, entschied das Land­gericht Frank­furt am Main (Az. 2-09 S 34/18). Nach Auffassung der Richter verbessere auch der Einbau eines Zweitbal­kons den Wohn­wert. Es handle sich um eine Modernisierung, die nach dem Wohn­eigentums­gesetz mit qualifizierter Mehr­heit beschlossen werden könne. Die Miteigentümerin, die gegen den Beschluss geklagt hatte, werde durch den Einbau nicht benach­teiligt.

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