Eigentumswohnung für Anleger

Checkliste: So finden Anleger eine passende Wohnung

17.03.2009
Inhalt
  • Lage. Eine gute Lage ist das A und O beim Immobilienkauf. Gut ist eine Lage, wenn sie auf dem Wohnungsmarkt konstant nachgefragt wird und gute wirtschaftliche Perspektiven hat.
  • Besichtigung. Besichtigen Sie die Immobilie und Umgebung zu unterschiedlichen Tageszeiten. Erkunden Sie das Wohnumfeld. Wichtig sind eine gute Verkehrsanbindung, Geschäfte, Kindergärten, Schulen, Freizeitangebote und Grünflächen.
  • Kaufpreis. Vergleichen Sie den Kaufpreis mit den ortsüblichen Preisen anhand von Immobilienbewertungen im Internet oder von Preisspiegeln der Maklerverbände.
  • Mietgarantie. Befristete Mietgarantien können Mieten vortäuschen, die am Markt nicht zu erzielen sind.
  • Miete. Stellen Sie mithilfe des örtlichen Mietspiegels fest, welche Nettokaltmiete für die Wohnung realistisch ist. Prüfen Sie das Verhältnis von Miete zu Kaufpreis. Die Jahresnettokaltmiete sollte mindestens 4 bis 5 Prozent des Kaufpreises, bei alten Objekten mindestens 6 Prozent betragen.
  • Provisionen. Vorsicht beim Kauf der Immobilie von einer Bauträgerfirma. Die hohen Vertriebskosten treiben den Quadratmeterpreis nach oben.
  • Teilungserklärung. Vor dem Kauf sollten Sie sich die Teilungserklärung samt Gemeinschaftsordnung zeigen lassen. Die Teilungserklärung legt die Aufteilung der Wohnanlage in Sondereigentum (Wohnungen und dazugehörige Räume) und die darauf entfallenden Miteigentumsanteile am Gemeinschaftseigentum wie zum Beispiel Grundstück, Gebäudesubstanz, Außenanlagen und Gemeinschaftsräume fest.
  • Protokoll. Lassen Sie sich vom Hausverwalter Einsicht in die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre geben, um Hinweise auf den Zustand des Hauses zu bekommen. Bei Neubauten sollten Sie Grundrisspläne und die Baubeschreibung genau studieren.
  • Mietvertrag. Beim Kauf einer vermieteten Wohnung sollten Sie sich in jedem Fall den Mietvertrag zeigen lassen.
  • Finanzierung. In der Regel sollten Sie ein Darlehen nur bis zu 80 Prozent des reinen Kaufpreis aufnehmen. Zusatzkosten etwa für Grunderwerbsteuer, Maklerhonorar und Notargebühren sollten Sie immer aus der eigenen Tasche finanzieren. Die Miete für die Immobilie sollte zumindest die Hypothekenzinsen decken.
  • Steuern. Die Immobilie sollte sich schon vor Steuern lohnen. Lassen Sie die „Steuersparrechnung“ von einem Steuerberater prüfen. Lassen Sie den Experten ausrechnen, ob die Immobilie einen jährlichen Überschuss produziert oder ob Sie Geld zuschießen müssen.
  • Checkliste. Anhand des Infodokuments Eigentumswohnungen können Sie prüfen, ob eine ausgesuchte Immobilie erfolgversprechend ist. Es enthält die Checkliste „Kauf einer Eigentumswohnung als Kapitalanlage“. Darin finden Sie alle wichtigen Punkte, die Sie beachten sollten.
  • Renditerechner. Ob der Kauf einer vermieteten oder zu vermietenden Eigentumswohnung lohnt, können Sie mit dem Finanztest-Rechner Immobilien ermitteln. Er berechnet – unter Berücksichtigung Ihrer Steuerlast –, unter welchen Bedingungen Ihnen der Kauf wie viel Rendite bringt. Zusätzlich können Sie für eine vermietete Eigentumswohnung mithilfe des Rechners einen Investitionsplan für einen Zeitraum von bis zu 40 Jahren aufstellen.
17.03.2009
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