Eigentums­wohnung Wenn die Heizung knackt

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Fühlt sich ein Wohnungs­eigentümer durch Knack­geräusche gestört, die von fehler­haft verlegten Heizungs­rohren in der Wohnung über ihm kommen, muss die Eigentümer­gemeinschaft das Problem lösen – nicht allein der Eigentümer, in dessen Wohnung die Rohre liegen. Im Estrich verlegte Heizungs­rohre sind Gemein­schafts­eigentum (Amts­gericht Würzburg, Az. 30 C 444/14).

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Antefix am 21.10.2015 um 11:26 Uhr
Schreibtischurteil Schadenzuweisung Heizungsdefekt

Wetten, dass der von Heizungsrohr-Dehnspannungen bei jedem Aufheizen der (i.d.R.) Gemeinschaftsheizungsanlage, im Winter oft auch nachts genervte Wohnungseigentümer oder - schlimmer noch - sein Mieter von Pontius zu Pilatus und am Ende zum Amtsrichter mit nachfolgendem Gutachter laufen muss, um diesbezüglich überhaupt an-"gehört" zu werden? Bei Fußbodenheizung würde eine Mängelbeseitigung besonders teuer, einschließlich längerer Unbewohnbarkeit zumindest des Zimmers, so dass sich rächt, wenn man sie als Sondereigentum selbst verlegt hat und seinen 'unteren' Wohnungsnachbarn nun subjektiv mehr als sich selbst mit den Geräuschen belästigt. Hoffentlich kann das Knacken oder Klopfen wenigstens punktgenau lokalisiert werden. Das ist nämlich bei Wohneinheiten mit unter Putz verlaufenden Heißwasserrohren selbst mit Stethoskop selten der Fall. Weshalb sich besonders eine "Gemeinschaft" bezüglich Kostentragungen für einzelne Andere immer ganz besonders schwer tut. . .