Eigentumswohnung Meldung

Seit 1. Juli gilt das neue Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Es bringt für Eigentümergemeinschaften viele Erleichterungen. Vor allem lassen sich ab sofort Modernisierungen leichter durchsetzen. So genügt in Zukunft die einfache Mehrheit, um eine Maßnahme der „modernisierenden Instandsetzung“ zu beschließen, zum Beispiel die Dämmung einer Fassade, die ohnehin neu verputzt werden muss.

Für reine Modernisierungen, zum Beispiel den Einbau eines Fahrstuhls, brauchen die Eigentümer die Dreiviertel-mehrheit aller Stimmberechtigten. Bislang konnten Wohnungseigentümer bauliche Veränderungen am gemeinsamen Haus nur einstimmig beschließen. Auch andere Entscheidungen können die Eigentümer zukünftig mit einfacher Mehrheit treffen. Beispielsweise dürfen sie neu regeln, wie sie die Betriebskosten verteilen.

Weitere Änderungen des neuen WEG: Die Haftung des einzelnen Eigentümers gegenüber Gläubigern der Gemeinschaft wird begrenzt, die Rechte der Gemeinschaft gegenüber zahlungsunfähigen Mitgliedern werden gestärkt, und die Pflichten des Hausverwalters werden erweitert. Aber das Gesetz bringt auch Einschränkungen. Beispielsweise wird in Zukunft bei Streitigkeiten in Wohnungseigentumssachen nach der Zivilprozessordnung verfahren statt nach dem Freiwilligen Gerichtsverfahren (FGG). Das macht es für einzelne Wohnungseigentümer wesentlich teurer und aufwendiger, vor Gericht zu gehen.

Alle Änderungen des neuen Gesetzes erklärt Schritt für Schritt ein neuer Ratgeber des Vereins „wohnen im eigentum“. Er kostet 15,50 Euro, Bestellungen per E-Mail über bestellung@wohnen-im-eigentum.de oder Telefon 0 29 62/80 01 54.

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