Eigentümergemeinschaften können nun besser gegen Miteigentümer mit hohen Hausgeldschulden vorgehen. Hat die Gemeinschaft den überschuldeten Eigentümer erfolgreich verklagt, kann sie verlangen, dass das Finanzamt ihr den Einheitswert der Wohnung des Schuldners bekannt gibt. Diesen Wert braucht die Gemeinschaft, wenn sie die Wohnung wegen der Schulden versteigern lassen und ein Vorrecht am Erlös reklamieren will.

Den Einheitswert errechnet das Finanzamt, um zu ermitteln, wie viel Grundsteuern ein Eigentümer zahlen muss.

Bislang verweigerten viele Ämter die Auskunft über den Einheitswert. Das dürfen sie nun nach einer Gesetzesänderung nicht mehr.

Das Vorrecht der Eigentümergemeinschaft gegenüber anderen ­Gläubigern gilt aber nur dann, wenn die Hausgeldschulden mehr als 3 Prozent des Einheitswerts ausmachen.

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