Käufer neuer­richteter Wohnungen können die letzte Rate des Kauf­preises so lange zurück­halten, bis der Bauträger alle Mängel behoben hat, wenn das im Kauf­vertrag verankert ist.

Käufer und Bauträger stritten im aktuellen Fall über diese Klausel: Die letzte Rate in Höhe von 3,5 Prozent der Vertrags­summe darf der Verkäufer „nach voll­ständiger Fertigstellung“ fordern. Die Käufer verlangten das Beseitigen aller Mängel, konkret Nachbesserungen beim Schall­schutz und den Rasenflächen. Der Bauträger wollte das Geld, ohne die Mängel zu beheben. Das Land­gericht Heidel­berg (Az. 3 O 309/13) entschied für die Käufer. „Voll­ständig“ bedeute, dass kein Mangel vorhanden sein dürfe.

Tipp: Achten Sie beim Immobilienkauf darauf, dass im Kauf- und Werk­vertrag die Zahlung der letzten Rate bei Mängelfreiheit vereinbart ist.

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