Eigentumsgemeinschaft Für das Hausgeld haften

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Wer eine Eigentums­wohnung kauft, der riskiert, dass er für die Hausgeldrück­stände des bisherigen Eigentümers aufkommen muss. Das hat der Bundes­gerichts­hof bestätigt (Az. V ZR 113/11). Im konkreten Fall hatte die Eigentümer­gemeinschaft der Jahres­abrechnung zuge­stimmt. Dieser Beschluss binde nur die aktuellen Eigentümer, befanden die Richter – nicht aber schon ausgeschiedene Eigentümer. Der neue Eigentümer der Wohnung müsse daher auch für Abrechnungen aufkommen, die an den Vorgänger adressiert waren.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 13.09.2012 um 15:32 Uhr
BGH-Urteil

@Andreas5557: Vielen Dank für Ihren Hinweis. Das von Ihnen zitierte Urteil haben wir tatsächlich verkürzt wiedergegeben. Wir verweisen nun auf ein anderes Urteil des Bundesgerichtshof.

Andreas5557 am 04.09.2012 um 19:15 Uhr
Gilt nur beim Ersterwerb

Das Urteil ist in der Meldung sehr stark zusammengefasst. Es liest sich so, als ob jeder Wohnungskäufer aufpassen müsste, da er sonst für die Schulden seines Voreigentümers haften würde. Ganz so ist es aber nicht.
Das Urteil betraf nur den Fall eines sogenannten Ersterwerbs, also dass ein Käufer die Wohnung von einem Bauträger kaufte, der eine Eigentumswohnungsanlage errichtet und aufgeteilt hatte. Zudem bezogen sich die Rückstände auf die Zeit, in welcher der Käufer die Wohnung schon nutzte, nur noch nicht im Grundbuch als Eigentümer stand.
Beim Zweiterwerb haftet der Käufer dagen nicht automatisch für Hausgeldrückstände des Voreigentümers; diese aber bei einer evtl. Zwangsversteigerung der Wohnung vorab aus dem Versteigerungserlös beglichen.