KfW-Fördermittel: Kredite und Zuschüsse für Eigentümer

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt Energiesparmaßnahmen an Wohngebäuden. Sie vergibt dafür in ihrem CO2-Gebäudesanierungs­programm Zuschüsse und günstige Kredite. Doch die Förderung mit Dar­lehen ist bisher nicht auf Eigentümergemeinschaften zugeschnitten.

  • Zuschuss: Die KfW gibt bis zu 8 750 Euro Zuschuss pro Wohnung. Das Geld kann der Verwalter für die Eigentümergemeinschaft beantragen oder die einzelnen Eigentümer. Den Zuschuss gibt es nur für einen Teil der Kosten, den größeren Teil müssen die Eigentümer immer selbst bezahlen.
  • Kredite: Die KfW vergibt einen zinsvergünstigten Kredit in Höhe von bis zu 50 000 Euro pro Wohnung. Doch bisher ist es für Wohnungseigentümergemeinschaften schwierig, das Angebot zu nutzen. Um das Dilemma zu lösen, laufen derzeit Gespräche zwischen der Kreditwirtschaft, den wohnungswirtschaftlichen Verbänden und dem Bundesbauministerium.
    Zurzeit scheitern die Eigentümergemeinschaften an den Banken. Denn diese müssen die KfW-Mittel beantragen und verwalten:
    Will eine große Eigentümergemeinschaft gemeinsam ein einziges Dar­lehen aufnehmen, lehnen die Banken das häufig ab, weil ein Eintrag ins Grundbuch meist nicht möglich ist.
    Bei der Aufteilung in viele kleine Kre­dite spielen häufig die Hausbanken der einzelnen Eigentümer nicht mit. Sie verdienen an der Vermittlung der Kredite von meist weniger als 15 000 Euro nur wenig. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

Wie es gehen könnte, zeigt derweil die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Sie praktiziert ein vereinfachtes Antragsverfahren für KfW-Kredite bis 15 000 Euro. Der Verwalter gibt das Modernisierungskonzept an die Investitionsbank weiter und nennt ihr die Namen der Eigentümer, die ihren Teil der Modernisierung mithilfe der KfW-Förderprogramme finanzieren möchten. Die Investitionsbank macht den Eigentümern ein Darlehensangebot. Sie verzichtet auf einen Eintrag im Grundbuch und begnügt sich mit einer Schufa-Auskunft – wie bei einem Konsumentenkredit in gleicher Höhe sonst üblich.

Damit bleibt die Gemeinschaft schuldenfrei, die Abwicklung liegt trotzdem zentral in der Hand des Verwalters.

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