Eine Wohnungseigentümergemeinschaft kann drei Jahre lang Schadenersatzansprüche gegen einen Mieter geltend machen, wenn dieser Gemeinschaftseigentum beschädigt hat. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 349/10). Die im Mietrecht geltende Verjährungsfrist von sechs Monaten gelte in diesem Fall nicht.

Eine Eigentümergemeinschaft hatte ehemalige Mieter beschuldigt, sie hätten den Fahrstuhl beschädigt, als sie beim Auszug darin Möbel transportierten. Die Gemeinschaft verlangte Schadenersatz von rund 6 700 Euro, klagte aber erst anderthalb Jahre nach dem Auszug. Das Landgericht und das Oberlandesgericht Stuttgart wiesen die Klage wegen Verjährung ab. Der Bundesgerichtshof stellte jetzt klar: Ansprüche der Gemeinschaft verjähren erst nach drei Jahren – viel später als solche des Vermieters.

Dieser Artikel ist hilfreich. 374 Nutzer finden das hilfreich.