Eine Entschädigung, die ein Eigentümer erhält, weil sein Grund­stück mit einer Hoch­spannungs­leitung über­spannt wird, ist steuerfrei. Der Bundes­finanzhof sah in der einmaligen Geldzahlung weder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung noch sons­tige Einkünfte (BFH, Az. IX R 31/16). Im Streitfall schlossen die Eigentümer eines selbst bewohnten Haus­grund­stücks eine Vereinbarung mit dem Netz­betreiber über den Bau einer Hoch­spannungs­leitung, die genau über ihr Grund­stück führen sollte. Hierfür zahlte der Netz­betreiber insgesamt rund 18 000 Euro. In ihrer Steuererklärung gaben die Eigentümer die Entschädigung nicht an. Durch eine Kontroll­mitteilung für Betriebs­prüfung erfuhr das Finanz­amt von dem Vertrag und besteuerte in einem Änderungs­bescheid darauf­hin die Zahlung. Dagegen legten die Eigentümer Klage ein. Erst beim Bundes­finanzhof hatten sie Erfolg.

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