Eigenheimzulage Meldung

Zieht die Familie bis Silvester in das fertige Haus, winken ihr acht Jahre lang Zulage.

Wer sich die alte Eigenheimzulage sichern will, muss auch sein Einkommen im Blick haben: Ehepaare dürfen im Jahr des Einzugs plus dem Vorjahr zusammen höchstens 163 614 Euro (Alleinstehende 81 807 Euro) Einkünfte haben. Für jedes Kind, das mitzieht, erhöht sich die Grenze um 30 687 Euro.

Welches Jahr bei der Einkommensberechnung als Erstjahr zählt, war bisher strittig. Jetzt hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Das Erstjahr ist das Jahr der achtjährigen Förderzeit, in welchem einschließlich dem Vorjahr die Einkünfte den festgelegten Grenzbetrag nicht überschreiten (Az. III R 55/00). Die achtjährige Förderzeit beginnt mit dem Jahr des Kaufs oder der Fertigstellung des Eigenheims. Das sah die Behörde anders: Ein Ehepaar hatte 1996 ein Haus gekauft und war 1997 eingezogen. Das Amt hatte die Förderung abgelehnt, weil ihr Einkommen im Einzugsjahr plus Vorjahr über der Grenze lag. Nach dem BFH-Urteil erhalten sie aber doch das Geld: Denn im Kaufjahr plus Vorjahr waren sie unter der Einkommensgrenze geblieben.

Allerdings erhält das Paar nicht für alle acht Förderjahre Eigenheimzulage. Sie zogen ja erst ein Jahr nach dem Kauf ein. Anspruch besteht nur für Kalenderjahre, in denen sie ihre Wohnung auch selber nutzen.

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