Ein Ehepaar tappte beim Kauf seines Eigenheims in zwei Fallen: Die beiden verloren für ein Jahr die Eigenheimzulage, weil sie erst im Jahr nach der Anschaffung einzogen. Und auch die verbleibende mögliche Zulage über sieben Jahre verweigerte das Finanzamt schließlich wegen zu hoher Einkünfte.

Zweifelhaft ist allerdings, welche Jahre die Beamten für die Ermittlung der Einkünfte zugrunde legen müssen. Es herrsche noch keine Rechtssicherheit darüber, so die Münchner Finanzrichter, welches Jahr als erstes Anrechnungsjahr gilt, wenn die Eigenheimer im Jahr nach der Anschaffung einziehen (Az. 1 V 662/00, Beschwerde eingelegt).

Das Finanzamt addierte die Einkünfte aus dem Einzugsjahr und dem Vorjahr. Möglich sei aber auch, vom Anschaffungsjahr plus Vorjahr auszugehen. Dann nämlich hatte das Ehepaar Einkünfte unter der maßgeblichen Grenze. Was nun zählt, muss der Bundesfinanzhof klären (Az. IX B 78/00).

Tipp: Solche Unstimmigkeiten vermeidet, wer gleich im Jahr der Anschaffung in sein Eigenheim einzieht. Bleibt bei einem Ehepaar die Summe der Einkünfte in diesem Jahr und dem Vorjahr unter 320.000 Mark (Alleinstehende 160.000 Mark), bekommt das Paar acht Jahre lang Zulage. Steigt das Einkommen später, spielt das keine Rolle mehr.

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