Eigenheimzulage Meldung

Verheiratete Hauskäufer müssen nicht mit dem Dachgeschossausbau warten, bis der erste achtjährige Förderzeitraum vorbei ist. Sie können sofort acht Jahre lang doppelte Eigenheimzulage einstreichen, wenn in die Einliegerwohnung die Eltern oder Kinder einziehen und diese unentgeltlich nutzen, stellt der Bundesfinanzhof klar (Az. IX R 37/01).

Bisher lehnte die Finanzverwaltung eine zeitgleiche Förderung für neben- oder übereinander liegende Eigentumswohnungen ab. Die Beamten gewährten ­eine zweite Förderung erst, wenn die erste abgeschlossen war.

Das ist jetzt anders: Das Finanzamt muss beide Eigentumswohnungen mit Zulage fördern – die selbst genutzte wie auch die Wohnung, in der Verwandte kostenlos wohnen. Die Verwandtschaft darf zwar keine Miete zahlen, aber die Betriebskosten für Strom, Wasser, Abwasser oder Heizung. Die Nutzer dürfen jedoch nicht das Haus mit einem zinslosen Darlehen mitfinanzieren, sonst kippt der Anspruch auf Zulage.

Tipp: Wenn Ihr Finanzamt die zeitgleiche Förderung abgelehnt hat, sollten Sie unter Hinweis auf das BFH-Aktenzeichen die Zulage für die Zweitwohnung erneut beantragen. Es gibt zwar rückwirkend keine Förderung mehr, aber zumindest für die restlichen Förderjahre. Haben Sie noch gar keine Zulage beantragt, können Sie innerhalb der vierjährigen Verjährungsfrist sogar rückwirkend Förderung erhalten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 361 Nutzer finden das hilfreich.