Eigenheimzulage Meldung

Auch wer nie eine Immobilie kaufen oder bauen will, kann die Eigenheimzulage bekommen. Er muss dazu nur Anteile einer Wohnungsbaugenossenschaft kaufen, braucht die Wohnung aber nicht selbst zu nutzen (Urteil des Bundesfinanzhofs, Az. IX R 55/00). Für Genossenschaftsanteile bekommt eine Familie mit zwei Kindern pro Jahr maximal 1 227 Euro Grundförderung plus 256 Euro pro Kind – insgesamt in acht Jahren 13 912 Euro. Voraussetzung ist eine Mindesteinlage von 40 900 Euro, denn das Finanzamt fördert höchstens drei Prozent der Einlage (3 Prozent von 40 900 Euro = 1 227 Euro). Ausgangspunkt ist also immer die tatsächlich gezahlte Einlage. Anspruch auf die Eigenheimzulage hat jeder nur einmal im Leben.

Beispiel: Eine Familie ist seit 2001 Mitglied einer Genossenschaft. Im vergangenen Jahr hat sie Anteile für 5 113 Euro erworben. Zum Haushalt gehören drei Kinder. Die Familie bekommt in den Jahren 2001 bis 2005 jeweils 921 Euro, zusammengesetzt aus 153 Euro Grundbetrag (3 Prozent von 5 113 Euro) und dreimal 256 Euro Kinderzulage. In den fünf Jahren macht das insgesamt 4 605 Euro Zulage. Und für 2006 steht noch ein Restbetrag von 508 Euro aus (5 113 Euro minus 4 605 Euro). Obwohl die Eigenheimzulage acht Jahre gezahlt wird, erhält die Familie 2007 und 2008 nichts mehr, weil die Bemessungsgrundlage von 5 113 Euro bereits erreicht wurde.

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