Kinder können getrost auf dem Grundstück ihrer Eltern bauen. Auch für ein Eigenheim auf fremdem Grund muss das Finanzamt Eigenheimzulage gewähren, stellte der Bundesfinanzhof klar: Ein Sohn hatte auf dem Grundstück seiner Mutter ein Eigenheim aus eigenen Mitteln errichtet. Da laut Zivilrecht der Mutter das neue Haus gehört, weil es auf ihrem Grundstück steht, schlossen Mutter und Sohn einen Nutzungsvertrag. Danach durfte der Sohn 60 Jahre lang Grundstück und Haus unentgeltlich nutzen. Und sofern der Vertrag nicht verlängert wurde, sollte der Sohn den Verkehrswert des Gebäudes von der Mutter oder deren Erben ersetzt bekommen.

Wegen dieser Vereinbarung sei der Sohn wirtschaftlicher Eigentümer des Hauses, entschied der Bundesfinanzhof, und habe deshalb Anspruch auf Eigenheimförderung (Az. X R 23/99).

Tipp: Auch Lebensgefährten haben Anspruch auf anteilige Eigenheimzulage, wenn sie die Eigentumswohnung mitfinanzieren und ihnen ein lebenslanges Wohnrecht zusteht (BFH, Az. X R 15/01). Ohne Grundstückseigentümer zu sein, werden sie wirtschaftlicher Miteigentümer, weil ihnen bei Trennung Entschädigung zusteht.

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