Dreimal Zulage

Siggi hatte als Single für seine Junggesellenbude acht Jahre lang von 1990 bis 1997 die 10-e-Förderung. 2001 heiratet er Beate, die noch keine Wohneigentumsförderung eingestrichen hat, und wird wiederum Alleineigentümer eines neu gekauften Einfamilienhauses. Das Haus gilt für die Frischvermählten als zweites Objekt, für das sie acht Jahre lang Eigenheimzulage kassieren. Unerheblich bleibt dabei, dass Beate weder Mit- noch Alleineigentümerin des neuen Hauses geworden ist. Sollten sich die beiden Gatten einmal trennen, hätte Beate noch Eigenheimzulage gut, da sie als Nichteigentümerin bisher noch kein Objekt "verbraucht" hat.

Keinen Zuschuss für ein weiteres Objekt gäbe es in der neuen Ehe, wenn Beate und Siggi schon mal verheiratet gewesen wären und dabei jeder zumindest als Miteigentümer mit dem früheren Ehegatten über acht Jahre Förderungen nach Paragraph 7 b oder 10 e EStG in Anspruch genommen hätte.

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