Verliebt, verlobt, verheiratet

Walter und Tamara kauften sich 1990 gemeinsam eine Eigentumswohnung. Jeder ist zur Hälfte Miteigentümer. Von 1994 bis 2001 erhalten sie jeweils eine halbe Förderung nach Paragraph 10 e Einkommensteuergesetz (EStG). Trennen sie sich im Jahr 2001, hat jeder Partner seine Förderung verbraucht. Führen sie die "wilde Ehe" fort und ziehen im Jahr 2001 in ein neu gebautes Einfamilienhaus um, bleibt ihnen dafür eine zweite Förderung versagt.

Schreiten sie hingegen zum Traualtar, gelten die beiden Miteigentumsanteile ab dem Jahr der Heirat als ein Objekt, sodass die Partner Anspruch auf eine zweite Förderung (jetzt Eigenheimzulage) haben. Unerheblich ist dabei, dass der erste Förderzeitraum zum Zeitpunkt der Heirat bereits abgelaufen war.

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