Die neue Eigenheimförderung, die vor allem kinderlose Eigentümer und Neubaubesitzer schlechter stellen soll, wird doch nicht rückwirkend zum 1. Januar beginnen. Sie startet nach dem Wil­­len der Regierung erst am Tag nach der ­Verkündigung des Gesetzes zum Ab­bau von Steuervergünstigungen und Ausnahmeregelungen im Bundesgesetzblatt. Damit wird frühestens Mitte April gerechnet.

Es kann aber auch sein, dass die alte ­Förderung für Eigenheime noch länger läuft. Bei Redaktionsschluss war noch offen, ob der Gesetzentwurf der Regierung am 14. März den Segen des Bundesrats bekommt.

Dort haben die von der Union regier­ten Bundesländer die Mehrheit. Sie kön­nen den Entwurf noch kippen oder Änderungen durchsetzen. In diesem Fall muss der Entwurf in den Vermittlungsausschuss und, bis der sich einigt, kann es Sommer werden.

Solange das neue Gesetz nicht im Bundesgesetzblatt steht, können sich Käufer und Bauherren noch die alte Eigenheimförderung sichern. Käufer müssen den notariellen Kaufvertrag vor der Veröffentlichung unterschreiben. Bauherren müssen vorher den Bauantrag einreichen oder die Bauanzeige stellen.

Tipp: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Ihr Finanzierungskonzept muss stimmen. Fragen Sie bei der Gemeinde nach den aktuellen Kaufpreisen in der Um­gebung Ihres Eigenheims. Lassen Sie Kauf-, Bau- und Bauleistungsverträge von den Bau- und Rechtsberatern der Verbraucherzentrale prüfen.

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