Bloß keine Mark zu viel

Seit 1. Januar 2000 gelten für den Anspruch auf Eigenheimzulage neue Einkommensgrenzen. Danach dürfen Alleinstehende nicht mehr als 160.000 Mark, Ehepaare nicht mehr als 320.000 Mark Einkünfte haben (Gesamtbetrag im Jahr der Antragstellung und im Jahr davor zusammengerechnet). Davor waren es noch 240.000 / 480.000 Mark. Besserverdienende sollten aber nicht aufgeben, sondern folgende Varianten durchgehen:

Kosten konzentrieren. Sie können Werbungskosten (zum Beispiel Ausgaben für Fachliteratur, Büromöbel oder Weiterbildung) und Betriebsausgaben, Verluste und andere steuerlich abzugsfähige Aufwendungen in dem Jahr, in dem sie die Eigenheimzulage beantragen, oder im Jahr davor, gezielt zusammenballen. Dann können Arbeitnehmer vielleicht schon mehr Werbungskosten von ihrem Brutto abziehen als nur die Pauschale von 2.000 Mark und so die Eigenheimzulage retten.

Ehepaare entzweien. Die Abgabe von getrennten Steuererklärungen kann die Zulage sichern, wenn einer der Partner dadurch unter die Einkommensgrenze kommt ­ in zwei aufeinander folgenden Jahren auf maximal 160.000 Mark. Dazu muss sich das Ehepaar getrennt statt zusammen veranlagen lassen. Allerdings fällt dann der Steuervorteil des Splittingtarifs weg. Deshalb sollten Sie durchrechnen, ob Sie unterm Strich mehr gewinnen als verlieren. Einzelheiten am besten mit einem Steuerprofi besprechen.

Job justieren. Vielleicht können Sie es sich leisten, so lange Teilzeit zu arbeiten, bis die Eigenheimzulage gesichert ist. Dann haben Sie auch mehr Zeit für Eigenleistungen am Bau.

Moment markieren. Falls Sie Nachwuchs erwarten, Erziehungsurlaub nehmen, demnächst in Rente gehen, Nebeneinnahmen (Miete, Zinsen) wegfallen, ändert sich Ihre Situation. Dann kommt es nur darauf an, den richtigen Zeitpunkt abzupassen ­ und die Eigenheimzulage ist gerettet.

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