Wer mit einer Immobilie liebäugelt, sollte seine Pläne bis Silvester verwirklichen: Kaufvertrag unterschreiben oder den Bauantrag einreichen. Sonst verliert er viel Geld. Die Regierungskoalition will ab 1. Januar nur noch Eltern eine Eigenheimförderung spendieren: Acht Jahre lang je 1 000 Euro Grundzulage plus 800 Euro pro Kind – für Alt- und Neubauten. Bisher gab es jährlich 2 556 Euro für Neu- und 1 278 Euro für Altbauten und 767 Euro pro Kind. Auch die Einkommensgrenzen sollen sinken: für Alleinstehende im maßgeblichen Zweijahreszeitraum von 81 807 auf 70 000 Euro, für Ehepaare von 163 614 auf 140 000 Euro. Für jedes Kind erhöht sich die Grenze. Die Zulage soll es auch rückwirkend geben, wenn sich vier Jahre nach Baubeginn oder Kauf Nachwuchs einstellt. Endgültig ist das alles nicht, denn der Bundesrat muss noch zustimmen. Eines steht aber fest: Kinderlose, Neubauinteressenten und Menschen mit Einkommen, die nur knapp unterhalb der jetzigen Einkommensgrenze liegen, können sich bis Jahresende noch die volle Zulage sichern.

Tipp: Überstürzen Sie trotzdem nichts. Sonst ist das Risiko groß, zu viel zu bezahlen. Dann hilft auch die höhere Förderung nichts. Wenn Sie aber Ihr Traumobjekt zu annehmbarem Preis gefunden haben: Achten Sie auf die „Neujahrsfalle“. Soll keines der acht Förderjahre verloren gehen, muss man im Jahr der Anschaffung einziehen. Vereinbaren Sie deshalb im Vertrag, dass die Übergabe der Immobilie erst 2003 erfolgt.

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