Eigenheimförderung Meldung

Eigenheimzulage gibt es für Beteiligte an Genossenschaftswohnungen, auch wenn sie nicht ­darin wohnen.

Wer für mindestens 5 113 Euro Anteile an Genossenschaftswohnungen kauft, sollte Eigenheimzulage beantragen. Es gibt acht Jahre lang Förderung für neu gegründete Genossenschaften (nach dem 1. Januar 1995) in Höhe von 3 Prozent der Einlage, maximal 1 227 Euro. Dazu kommen für jedes Kind im Haushalt acht Jahre lang 256 Euro. Erwerber dürfen aber nicht zu viel verdienen. Die Einkunftsgrenze liegt etwa für Verheiratete ohne Kinder im Jahr des Kaufs plus im Jahr davor bei 163 614 Euro.

Entgegen der Auffassung des Finanzamts ist nicht – wie sonst üblich – Bedingung, dass Anteilsbesitzer irgendwann im Förderzeitraum eine Genossenschaftswohnung selbst nutzen, entschied der Bundesfinanzhof (Az. IX R 55/00). Damit bejahten die Richter den Antrag eines Vaters auf Eigenheim- und Kinderzulage für seine zwei Kinder, der 1998 Anteile erworben hatte. Auch ohne Eigennutzung erfülle er den Förderzweck genossenschaftlichen Wohnens, weil der Beteiligte die Kapitalausstattung der Genossenschaften verbessere. Er trage dazu bei, Wohnraum für Genossen zu schaffen, die selbst dazu nicht in der Lage sind. Deshalb erhält der Vater acht Jahre lang Eigenheimförderung.

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