Dem Deutschen Mieterbund passt die Eigenheimzulage nicht. „Sie ist sozial ungerecht“, urteilt DMB-Präsidentin Anke Fuchs: Davon profitieren würden nicht einkommensschwache Haushalte, die sich nur mit Zulage ein eigenes Haus leisten können, sondern vor allem Reiche. Ein knappes Drittel der elf Milliarden Euro jährlich gehe an Haushalte, die zu den besser verdienenden zehn Prozent zählen. Die Zulage – sie ist der größte Subventionsposten im Bundeshaushalt – soll nach DMB-Ansicht nur noch dorthin fließen, wo zusätzlicher Wohnungsbau nötig ist: vor allem in prosperierenden Ballungsräumen wie München, Stuttgart, Frankfurt/Main. In ländlichen Gegenden hingegen produziere das jetzige Gießkannenprinzip Flächenfraß, Energieverschwendung und Zersiedelung.

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