Melanie K. aus Bamberg: Genau wie Sie in Ihrem Beitrag "Was nach der Scheidung passiert" in Finanztest 4/2001 schreiben, habe ich vor der Scheidung meinen Anteil unserer Eigentumswohnung auf meinen Exmann übertragen. Das Finanzamt behauptet aber trotzdem, dass bei mir "anteiliger Objektverbrauch" eingetreten sei und will mir für eine neue Immobilie nicht mehr für acht Jahre Eigenheimzulage zahlen.

Finanztest: Ihren Finanzbeamten sollten Sie auf den Erlass des Bundesfinanzministeriums vom 10. Dezember 1998 zu Zweifelsfragen zum Eigenheimzulagengesetz verweisen (Bundessteuerblatt 1998 Teil I Seite 196 Randziffer 44). Dort heißt es klar und eindeutig: "Überträgt ein Ehegatte seinen Miteigentumsanteil entgeltlich oder unentgeltlich auf den anderen Ehegatten in einem Veranlagungszeitraum, in dem die Voraussetzungen des Paragraphen 26 Abs. 1 EStG (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist hier die Zusammenveranlagung) vorliegen, tritt für den übertragenden Ehegatten kein Objektverbrauch ein." Unerheblich ist dabei, ob ein Ehepartner seinen Miteigentumsanteil während oder nach Ablauf des Förderzeitraums überträgt. Diese Verwaltungsauffassung ist nicht neu und galt schon für die Eigenheimförderung nach Paragraph 10e Einkommensteuergesetz.

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