Eigenheimförderung Meldung

Die Eigenheimzulage bleibt. Bauherren bekommen allerdings viel weniger Zuschuss als früher. Familien mit Kindern, die eine Eigentumswohnung für 125 000 Euro oder mehr kaufen, erhalten dagegen sogar etwas mehr Geld. Die wichtigste Änderung: Ob ein Neubau geplant ist oder Wohnung oder Haus gebraucht gekauft werden, hat keinen Einfluss mehr auf die Höhe der Eigenheimzulage. Außerdem gibts die Höchstförderung erst ab Bau- oder Anschaffungskosten von 125 000 Euro. Früher zahlte das Finanzamt die Höchstzulage bereits für Immobilien ab 51 120 Euro. Jetzt gibts für solche Wohnungen deutlich weniger Geld vom Staat.

Acht Jahre lang je ein Prozent

So funktioniert die neue Eigenheimzulage: Als Grundzulage schießt das Finanzamt jährlich 1 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, höchstens jedoch 1 250 Euro, zu. Hinzu kommen pro Kind, für das der Eigentümer entweder Kindergeld oder den Kinderfreibetrag bekommt, 800 Euro. Acht Jahre lang fließt die Zulage. Voraussetzung: Die Wohnung oder das Haus werden nicht vorher wieder verkauft oder vermietet.

Instandsetzungskosten zählen mit

Neu und gut für viele Käufer: Nicht nur Kaufpreis und Nebenkosten, sondern auch die Instandsetzungs- und Modernisierungskosten in den ersten zwei Jahren zählen bei den geförderten Kosten mit. Der Kauf einer wegen Renovierungsbedürftigkeit günstigen Immobilie für einen Preis deutlich unter 125 000 Euro wird dadurch attraktiver, weil auch die Folgekosten noch berücksichtigt werden.

Einkommensgrenze sinkt

Die Einkommensgrenzen, bis zu denen Eigenheimzulage gewährt wird, sinken deutlich. Wie früher werden die Einkünfte im Jahr der Fertigstellung des Neubaus oder der Anschaffung der Immobilie und dem Jahr davor zusammen gerechnet. Die neue Förderung gibts allerdings nur noch, wenn die Einkünfte in diesen beiden Jahren 70 000 Euro bei Alleinstehenden und 140 000 Euro bei Ehepaaren nicht übersteigen. Früher lagen die Grenzen bei 81 807 und 163 614 Euro. Für Familien mit Kindern gelten höhere Grenzen. Nach der neuen Förderung steigt die Einkommensgrenze um 30 000 Euro je Kind.

Verluste zählen nicht mehr mit

Ebenfalls neu: Verluste, beispielsweise aus einer selbstständigen Nebentätigkeit oder aus der Vermietung einer anderen Immobilie, verringern die für die Förderung zu berücksichtigenden Einkünfte nicht mehr. Auch Verlustzuweisungen beim Kauf von Beteiligungen an geschlossenen Immobilien-, Schiffs- oder Windparkfonds können nicht mehr eingesetzt werden, um die Einkünfte für den Antrag auf Eigenheimzulage zu drücken. Ungünstig für Ehepaare, deren gemeinsame Einkünfte zu hoch für die Eigenheimzulage sind: Sie können die Förderung nicht mehr durch getrennte Veranlagung zur Einkommensteuer retten. Früher ging das, wenn einer der Partner ein Einkommen unter der für Alleinstehende geltenden Grenze hat.

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