Wohn-Riester: Zulagen und Steuer­vorteile vom Staat

Förderberechtigte. Riester-Förderung gibt es für Arbeitnehmer, Beamte und alle, die in der gesetzlichen Renten­versicherung pflicht­versichert sind.

Riester-Darlehen. Gefördert wird die Tilgung eines Darlehens zum Bau oder Kauf eines Eigenheims. Der Eigentümer muss darin seinen Haupt­wohn­sitz oder Lebens­mittel­punkt haben.

Förderung. Für die Tilgung gibt es 154 Euro im Jahr Grund­zulage plus 185 Euro für jedes Kind (300 Euro für ab 2008 geborene Kinder). Dafür müssen Kreditnehmer mindestens 4 Prozent ihres Brutto­einkommens abzüglich der Zulagen in die Tilgung stecken, aber nicht mehr als 2 100 Euro im Jahr. Bis zu 2 100 Euro im Jahr für die Tilgung sind als Sonder­ausgaben steuerlich absetz­bar. Die Zulage wird aber von der Steuerersparnis abge­zogen.

Besteuerung. Die geförderten Beträge werden auf einem Förderkonto erfasst und mit 2 Prozent verzinst. Im Renten­alter ist das Konto zu versteuern – in Raten bis zum 85. Lebens­jahr oder auf einen Schlag mit 30 Prozent Rabatt.

Auszug. Wer sein Haus verkauft oder vermietet, muss das Wohn­förderkonto vorzeitig versteuern. Ausnahmen: Er legt sich inner­halb von vier Jahren ein neues Eigenheim zu oder zahlt die geförderten Beträge binnen eines Jahres in einen Riester-Spar­vertrag ein. Auch eine zeit­weise Vermietung nach einem berufs­bedingten Umzug ist möglich.

Altvertrag. Haus­eigentümer sollten die Förderung nur noch für ihr Riester-Darlehen nutzen. Das Vermögen auf ihrem alten Riester-Spar­vertrag dürfen sie als Eigen­kapital verwenden.

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