Eigenheimfinanzierung: Baugeld vom Staat

Eigenheimfinanzierung Meldung

Für das Eigenheim können Bauherren und Wohnungs­­käufer oft mehrere Förderquellen gleichzeitig anzapfen.

Eigenheimzulage: Den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Wohnung fördert das Finanzamt acht Jahre lang mit einer Zulage. Sie beträgt für Neubauten 2 556 Euro und für mehr als zwei Jahre alte Gebäude 1 278 Euro im Jahr. Für jedes Kind, das mit im Haushalt wohnt, erhöht sich die Zulage um jährlich 767 Euro.

Die Förderung gibt es jedoch nur bis zu bestimmten Einkommensgrenzen:

  • Alleinstehende dürfen im Jahr der Fertigstellung oder des Kaufs und im Jahr davor zusammengerechnet Einkünfte bis zu 81 807 Euro haben.
  • Ehepaare dürfen in beiden Jahren zusammen auf höchstens 163 614 Euro kommen.
  • Für jedes Kind, für das es Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag gibt, steigen die Grenzen um 30 678 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern darf zum Beispiel im Zweijahreszeitraum Einkünfte von 224 970 Euro haben.

KfW-Darlehen: Unabhängig vom Einkommen fördert die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Bauherren, Käufer und Modernisierer mit zinsverbilligten Darlehen. Besonders günstig sind Kredite für umweltschonende Maßnahmen, zum Beispiel für den Bau eines Energiesparhauses. Kredite der KfW können Eigentümer nur über ein Kreditinstitut beantragen.

Länderförderung: Auch die Bundesländer haben Förderprogramme aufgelegt. Die Palette reicht vom zinsverbilligten Darlehen über monatliche Aufwendungshilfen bis hin zu direkten Baukostenzuschüssen.

Welche Voraussetzungen gelten und wie hoch die Förderung ausfällt, ist von Land zu Land unterschiedlich. Grundsätzlich gilt aber: Die Förderung ist ­abhängig vom Einkommen und der ­Größe des Haushalts. Einen Rechtsanspruch auf die Förderung gibt es nicht. Sind die Mittel eines Jahres erschöpft, gehen Antragsteller leer aus.

Es lohnt sich daher, sich möglichst früh nach den Details zu erkundigen. Zuständig sind die Gemeinde- oder Kreisverwaltungen, in einigen Ländern auch spezielle Förderbanken. Nähere Infos zu den einzelnen Länderprogrammen gibt es unter: www.baufoerderer.de

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