Tipps

  • Eigenkapital. Ohne Eigenkapital geht so gut wie gar nichts. Banken finanzieren in der Regel nicht mehr als etwa 70 Prozent der Gesamtkosten. Selbst wenn Sie Geldgeber finden würden, die Ihnen den ganzen Kaufpreis und noch dazu die Nebenkosten finanzieren: Es lohnt nicht. Die Belastung gerade in der Anfangszeit klettert in astronomische Höhen und eine Rendite ist selbst in ferner Zukunft nicht in Sicht. Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises oder der Bausumme plus Grundstückspreis sollten Sie schon mitbringen, wenn Sie in die eigenen vier Wände wollen.
  • Kreditbedarf. Ergibt sich aus den um das Eigenkapital verminderten Gesamtkosten. Denken Sie nicht nur an Kaufpreis und Baukosten, sondern auch an Nebenkosten. Allein die Grunderwerbssteuer liegt bei 3,5 Prozent des Kaufpreises. Makler kassieren bis zu 7 Prozent als Honorar. Weitere Posten sind: Notar- und Grundbuchgebühren, Umzugs- und Renovierungskosten. Wenn Sie selbst bauen, müssen Sie womöglich noch Erschließungskosten, eine Bauherren-Haftpflichtversicherung, eine Wohngebäudeversicherung und Beiträge für die Bauberufsgenossenschaft einkalkulieren.
  • Ratenhöhe. Ermitteln Sie sorgfältig, wie viel Belastung Sie pro Monat tragen können. Es muss genug Geld zum Leben übrig bleiben. Wenn Sie mit den Raten in Verzug geraten, ist der Ruin nah. Zins und Zinseszins summieren sich schnell zu einem nicht mehr beherrschbaren Berg von Schulden. Selbst Verkauf oder Versteigerung der Immobilie reichen dann oft nicht aus, um die Schulden loszuwerden.
  • Internet. Banken und Kreditvermittler bieten Onlinedarlehen bis zu 0,5 Prozentpunkte günstiger an als in der Filiale. Ausführliche Beratung gibts dafür nicht. Teilweise stehen aber gute Berechnungsprogramme zur Verfügung, die Ihnen die Planung der Finanzierung erleichtern.

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