Besser könnten die Zeiten für Bauherren und Wohnungskäufer gar nicht sein: Die Zinssätze für Hypothekendarhlehen und die Preise für viele Immobilien sind günstig. Noch dazu gibts fürs Eigenheim attraktive Zulagen und vergünstigte Darlehen vom Staat. Finanztest hat ausgerechnet, wann und für wen sich das Eigenheim lohnt. Ergebnis: Am Anfang sind die eigenen vier Wände ein teures Vergnügen. Mit fortschreitender Tilgung der Kredite jedoch gewinnen Bauherren und Käufer gegenüber Mietern rasant an Boden.

Rechnen mit Mietersparnis

Auch als bloße Geldanlage sind die eigenen vier Wände oft ein lukratives Steuersparmodell mit weitgehendem Schutz vor Inflation. Beispiel Mietersparnis: Eine Ehepaar, das jetzt 800 Euro Miete an den Vermieter überweist, müsste bei einem Steuersatz von 35 Prozent 260.000 Euro auf der hohen Kante haben, um bei einer Verzinsung von 5 Prozent die Miete aus den Erträgen bezahlen zu können. Mit anderen Worten: Schon die bloße Mietersparnis ist ein Vermögen wert.

Rechnen mit Wertsteigerung

Hinzu kommt die Wertsteigerung des Eigenheims. Wohnungen und Häuser haben im langjährigen Durchschnitt stets an Wert zugelegt. Aber: Eine Garantie gibts nicht. Im Einzelfall sind sogar herbe Wertverluste möglich. Das kann zum finanziellen Desaster werden, wenn die eigenen vier Wände kurzfristig verkauft werden sollen oder müssen.

Rechnen mit Förderung

Vom Staat gibts Eigenheimzulage. Bei Neubauten überweist das Finanzamt acht Jahre lang jeweils 2.556 Euro. Beim Kauf älterer Wohnungen und Häuser gibts die Hälfte. Je Kind, das im Haushalt wohnt, kommen für die acht Jahre jeweils 767 Euro hinzu - unabhängig vom Baujahr. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt zinsgünstige Darlehen, und die Bundesländer beteiligen sich ebenfalls in der einen oder anderen Form.

Rechnen mit Zins und Tilgung

Auf der Sollseite stehen der Kaufpreis für Haus oder Wohnung und die Zinsen für die erforderlichen Kredite. Selbst ein günstiger Zinssatz von 6 Prozent kann eine erhebliche Belastung sein. Wer sich 100.000 Euro borgen muss, zahlt anfangs allein 6.000 Euro jährlich an Zinsen. Deshalb ist das Wohnen in den eigenen vier Wänden in den ersten Jahren teurer als die Mietwohnung. Hinzu kommen noch die Spesen beim Kauf. Wichtigste Posten sind Maklerhonorar, Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchamt. Zwischen 5 und 12 Prozent vom Kaufpreis sind einzukalkulieren. Das sind bei einer Immobilie für 200.000 Euro bis zu 24.000 Euro.

Rechnen mit Rendite

Am Anfang haben Mieter im Vergleich zu Wohnungskäufern und Bauherrn noch deutlich mehr Geld im Portmonee. Doch am Ende liegen Immobilienbesitzer regelmäßig vorne. Je mehr sie von ihrer Schuld getilgt haben, desto schneller holen sie auf. Sobald die Darlehen vollständig getilgt sind, schlägt die Mietersparnis voll durch. Unter normalen Umständen wirft die Investition in Immobilien für Eigenheimbesitzer langfristig eine solide Rendite ab.

Rechnen mit Finanztest

Wenn Sie sich entschieden haben: Zahlreiche Tipps und Informationen zur günstigen Finanzierung von Haus oder Wohnung finden Sie in <a href=/“sw.main?p_KNR=x&p_E0=0&p_E1=0&p_E2=0&p_E3=&p_E4=40&p_info=p_jahr:2002,p_ausgabe:5,p_zeitschrift:F/“>Finanztest Heft 5/2002</a> oder online <a href=/“sw$NAV.Startup?p_KNR=x&p_E1=1&p_E2=&p_E3=0&p_E4=0&p_inh=I:1025263/“>komplett und interaktiv</a>. Erklärt wird, wo es wie viel Zulagen und Förderung gibt, wie Sie den für Sie passenden Kredit finden und wo Konditionen und Zinssätze günstig sind.

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