Check­liste: Schritt für Schritt zum passenden Kredit

  • Eigen­kapital. Stellen Sie eine Liste Ihres Eigen­kapitals zusammen. Wie viel ist sofort verfügbar? Welche Mittel können Sie erst später einsetzen?
  • Kosten. Wie viel kostet der Bau oder Kauf mit allen Neben­kosten und Ausgaben für Reno­vierung und Modernisierung? Wie hoch sind die monatlichen Bewirt­schaftungs­kosten?
  • Budget. Wie viel Geld haben Sie nach Abzug aller Lebens­haltungs­kosten monatlich für Kreditraten und Bewirt­schaftung der Immobilie zur Verfügung? Rechnen Sie Ihre Ausgaben nicht zu knapp!
  • Finanzier­barkeit. Können Sie sich die Wunsch­immobilie leisten? Machen Sie den Kurz­check mit unserem kostenlosen Baudarlehen: Kredit- und Tilgungsrechner.
  • Förderung. Erkundigen Sie sich früh­zeitig, ob Sie öffent­liche Fördermittel in Anspruch nehmen können. Wichtige Förderquellen finden Sie bei uns auf unserer Themenseite Eigenheimförderung.
  • Zins­niveau. Verschaffen Sie sich einen Über­blick über die aktuellen Konditionen für Hypothekendarlehen, damit Sie Kredit­angebote der Banken besser einschätzen können. Aktuelle Konditionen finden Sie jeden Monat in Finanztest und auf test.de.
  • Tilgung. Sie sollten sich mindestens eine jähr­liche Anfangs­tilgung von 2 Prozent der Kreditsumme leisten können. Eine Tilgung von nur 1 Prozent führt zu einem extrem lang­samen Schulden­abbau und einer Kredit­lauf­zeit bis zu 50 Jahren.
  • Zins­bindung. Sichern Sie sich die derzeit nied­rigen Zinsen lang­fristig, am besten durch eine Zins­bindung von 15 oder sogar 20 Jahren. Einen anfangs güns­tigeren Kredit mit 10 Jahren Zins­bindung sollten Sie nur erwägen, wenn Sie mindestens 3 Prozent pro Jahr tilgen können.
  • Rest­schuld. Wie hoch ist die Rest­schuld am Ende der Zins­bindung? In dieser Höhe benötigen Sie später einen Anschluss­kredit, für den Sie vermutlich einen höheren Zins­satz als heute zahlen müssen.
  • Risiko. Wie hoch ist die Rate, wenn der Zins­satz nach Ablauf der Zins­bindung auf 6 oder 7 Prozent steigt? Könnten Sie sich das noch leisten?
  • Schuldenfrei. Wann sind Sie voraus­sicht­lich schuldenfrei? In der Regel sollten Sie spätestens bis zum Renten­beginn alle Kredite getilgt haben.
  • Flexibilität. Halten Sie sich die Möglich­keit offen, Ihren Kredit flexibel zu tilgen, etwa durch vertragliche Sondertilgungs­rechte oder die Möglich­keit, den Tilgungs­satz zu ändern.
  • Merk­blatt. Lassen Sie sich für alle Kredite das „Europäische Merk­blatt“ geben. Es enthält alle wichtigen Kredit­informationen und ist bei allen Banken gleich aufgebaut.
  • Plan. Lassen Sie sich einen Finanzierungs­plan erstellen, der Finanzierungs­aufbau, Monats­belastung und Rest­schuld­entwick­lung zeigt.
  • Vergleich. Holen Sie Kredit­angebote von mehreren Banken und Vermitt­lern ein. Vergleichen Sie Kredit­angebote mit (annähernd) gleicher Zins­bindung anhand des Effektivzinses. Bei Kombikrediten der Bausparkassen ist der Gesamt­effektivzins entscheidend, der neben den Zinsen auch Sparbeiträge und Gebühren für den Bauspar­vertrag berück­sichtigt.
  • Riester-Darlehen. Bevor­zugen Sie ein Darlehen mit Riester-Förderung, wenn Sie förderberechtigt sind und der Effektivzins für Riester-Darlehen nicht oder nur gering­fügig höher ist als für einen unge­förderten Kredit.
  • Kredit­zusage. Holen Sie eine Finanzierungs­zusage der Bank ein, bevor Sie den Kauf­vertrag unter­schreiben.

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