Tipps

Anschlussfinanzierung

  • Angebote einholen. Kümmern Sie sich spätestens drei Monate vor dem Auslaufen der Zinsbindung um die Anschlussfinanzierung. Geben Sie sich nicht mit dem erst besten Verlängerungsangebot Ihrer Bank zufrieden - es ist in der Regel teurer und inflexibler als die Anschlussfinanzierung bei anderen Anbietern. Liegt der Zinsvorteil bei einer anderen Bank nur bei einem oder zwei Zehntel Prozentpunkten, lohnt sich bereits der Umstieg.
  • Wechselkosten. Bei einem Bankwechsel müssen Sie in der Regel für die Abtretung der Grundschuld an die neue Bank nicht mehr als 0,3 Prozent der Restschuld zahlen. Mitunter erstattet die neue Bank diese Kosten sogar.
  • Forwarddarlehen. Sie können bereits bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung die Konditionen für Ihren Anschlusskredit festschreiben und sich die derzeit niedrigen Zinsen mit einem Forwarddarlehen sichern. Doch aufgepasst: Ist der Zinssatz einmal festgeschrieben, müssen Sie das Darlehen zum vereinbarten Zinssatz abnehmen - auch wenn die Zinsen sinken. Hinzu kommt. Je nach Kreditgeber kann es Zinsaufschläge bis 1,26 Prozentpunkte auf das Forwarddarlehen geben.
  • Sondertilgungsrecht. Nutzen Sie das Ende der Zinsbindung - wenn möglich - um einen Teil des Darlehens vorzeitig abzulösen. Sie sollten aber sicher sein, dass Sie am Ende der Zinsbindung genügend Geld für die Sondertilgung besitzen. Sonst könnte der vorher vereinbarte Anschlusskredit zu niedrig ausfallen.
  • Bankenpleite. In Zeiten der Finanzkrise fragen sich viele Kreditnehmer, was passiert, wenn die Bank pleite geht. Der Vertrag für Ihr Hypothekendarlehen bleibt gültig, solange Sie Ihre Raten pünktlich zahlen. Sie müssten sich allerdings rechtzeitig vor dem Ende der Zinsbindung um einen Anschlusskredit bei einer anderen Bank kümmern.

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