Tipps

Neufinanzierung

  • Planung. Bevor Sie Angebote einholen, sollten Sie Ihre Finanzierung planen: Wie viel Geld benötigen Sie, wie hoch dürfen Tilgung und Gesamtrate sein, wie lange soll die Zinsbindung laufen. Überlegen Sie auch, ob Sie die Rate nachträglich ändern und Sondertilgungen leisten möchten.
  • Beratung. Nutzen Sie das Beratungsangebot der Verbraucherzentralen. Die ausführliche Beratung kostet in der Regel 100 bis 200 Euro.
  • Eigenkapital. Sie sollten in der Regel mindestens 20 Prozent des Kaufpreises plus Nebenkosten aus eigener Kraft finanzieren können. Eine Vollfinanzierung birgt erhebliche Risiken und ist allenfalls für Kreditnehmer mit hohem und sicherem Einkommen geeignet. Die Risikozuschläge für den Kredit und die Raten sind hoch. Müssen Sie Ihr Haus nach einigen Jahren verkaufen, reicht der Verkaufserlöse möglicherweise nicht für die Kreditrückzahlung aus.
  • Auswahl. Bei der Wahl des Kreditgebers können Sie sich an den günstigsten Anbietern orientieren. Den kompletten Test von 89 Immobilienkrediten plus sechs Modellfällen finden Sie online. Lassen Sie sich von den Instituten Angebote erstellen. Fragen Sie außerdem Ihre Hausbank sowie die Sparkasse und Genossenschaftsbank vor Ort.
  • Riester-Darlehen. Wenn Sie ein Eigenheim finanzieren, lassen Sie sich Angebote mit und ohne Riester-Förderung erstellen. Riester-Darlehen sind erste Wahl. Der Zinssatz sollte aber nicht mehr als 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte höher sein als für ein herkömmliches Darlehen.
  • Förderung. Neben der Riester-Förderung gibt es viele weitere Fördermöglichkeiten. Dazu zählen zum Beispiel Kredite und Zuschüsse der KfW-Förderbank (www.kfw.de) und die Förderprogramme der Bundesländer.
  • Flexibilität. Achten Sie bei Ihrer Immobilienfinanzierung auf ein Mindestmaß an Flexibilität. Vereinbaren Sie mit dem Kreditgeber das Recht auf jährliche Sondertilgungen von bis zu 5 Prozent, wenn nicht sogar 10 Prozent der Kreditsumme im Jahr. Drei Viertel der getesteten Institute bieten zudem Kredite mit Ratenwechsel. Auch diese Vereinbarung ist sinnvoll.
  • Tilgung. Nutzen Sie das niedrige Zinsniveau zu einer höheren Tilgung. Zum Rentenbeginn sollten Sie schuldenfrei sein. Ein Riester-Darlehen müssen Sie spätestens bis zum 68. Lebensjahr getilgt haben.
  • Zinsbindung. Sichern Sie sich die niedrigen Zinsen mindestens zehn Jahre. Etwas teurer, aber sicherer, ist eine Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren.
  • Teilauszahlung. Bei Teilauszahlungen des Darlehens müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen - etwa Bereitstellungszinsen und Teilauszahlungszuschlägen. Die Banken müssen diese Zusatzkosten nicht in den Effektivzins einrechnen. Sie sollten sie trotzdem in Ihrem Vergleich berücksichtigen.
  • Finanzierungsplan. Lassen Sie sich von der Bank einen langfristigen Finanzierungsplan erstellen. Für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindung sollte die Bank mit einem Anschlusszins von mindestens 7 Prozent kalkulieren. So erkennen Sie mögliche Zinsrisiken.

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