Wohn-Riester: Zulagen und Steuervorteile im Überblick

Förderberechtigte. Riester-Förderung gibt es für Arbeitnehmer, Beamte und alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Riester-Darlehen. Gefördert wird die Tilgung eines Darlehens zum Bau oder Kauf eines selbstgenutzen Eigenheims nach dem 31. Dezember 2007. Das Darlehen muss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein und spätestens bis zum 68. Lebensjahr getilgt werden.

Zulagen. Für die Kredittilgung gibt es Zulagen wie für einen Riester-Sparvertrag: 154 Euro im Jahr Grundzulage plus 185 Euro für jedes Kind (300 Euro für ab 2008 geborene Kinder). Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Kreditnehmer jährlich 4 Prozent ihres Bruttoeinkommens des Vorjahres abzüglich der ihnen zustehenden Zulagen in die Tilgung ihres Darlehens stecken – höchstens jedoch 2 100 Euro.

Steuervorteile. Eine Tilgung bis zu 2 100 Euro im Jahr kann ein Hauseigentümer als Sonderausgaben absetzen. Das führt zu einem Steuervorteil, wenn die Ersparnis aus dem Sonderausgabenabzug die Zulagen übersteigt.

Besteuerung. Die geförderten Beträge werden auf einem Wohnförderkonto verbucht und mit 2 Prozent verzinst. Im Rententalter ist der Betrag auf dem Konto zu versteuern – in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr oder auf einen Schlag mit 30 Prozent Rabatt.

Auszug. Wer sein Haus später verkauft oder vermietet, muss den Stand des Wohnförderkontos vorzeitig versteuern. Ausnahmen: Er legt sich innerhalb von vier Jahren erneut ein Eigenheim zu, oder er zahlt die geförderten Beträge ­innerhalb eines Jahres in einen Riester-Sparvertrag. Auch eine vorübergehende Vermietung nach einem beruflich bedingten Umzug ist möglich.

Altvertrag. Für die Hausfinanzierung dürfen Riester-Sparer das Vermögen aus ihrem Riester-Sparvertrag entnehmen. Bis Ende 2009 muss die Entnahme mindestens 10 000 Euro betragen.

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