Alte Bausparverträge sind meist zu teuer

Für Bausparer lohnt es sich immer weniger, ihr Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen.

Viele Hauskäufer haben vorgesorgt: Für eine günstige Finanzierung der eigenen vier Wände haben sie schon vor Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen. Doch das Bauspardarlehen, das sie nach der Zuteilung des Vertrags zusammen mit ihrem Guthaben abrufen können, lohnt sich in der Regel nicht mehr.

Die meisten Verträge, die heute zugeteilt werden, stammen noch aus der alten Tarifgeneration. Der Bausparer zahlt für das Darlehen meist noch einen Zinssatz von 4,5 oder 5 Prozent. Dazu kommt eine einmalige Darlehensgebühr von 2 bis 3 Prozent der Kreditsumme.

Mit Effektivzinsen von 5 bis über 6 Prozent sind diese Bauspardarlehen teurer als vergleichbare Bankdarlehen, die derzeit nur 3,5 bis 5 Prozent kosten. Außerdem bekommen Bausparer oft einen Zinsbonus oder die Abschlussgebühr zurück, wenn sie kein Darlehen nehmen.

Wird ihr Vertrag zugeteilt, ist es für Bausparer daher meist am besten, wenn sie nur das Guthaben abrufen. Auf das Darlehen verzichten sie lieber und nehmen stattdessen einen höheren Bankkredit für ihr Haus auf.

In den letzten Jahren haben die Bausparkassen allerdings neue Tarife eingeführt: mit geringeren Guthaben- und Darlehenszinssätzen und ohne zusätzliche Gebühren.

Dann kann es sich wieder lohnen, das Bauspardarlehen zu nehmen. Aber Vorsicht: Anders als die Zinsangaben der Banken sind die Effektivzinsangaben der Bausparkassen ungenau. Wie viel ein Bauspardarlehen wirklich kostet, lässt sich mit unserem Excel-Rechner ermitteln.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3443 Nutzer finden das hilfreich.