Wohn-Riester: Zulagen und Steuervorteile vom Staat

Förderberechtigte. Riester-Förderung gibt es für Arbeitnehmer, Beamte und alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Riester-Darlehen. Gefördert wird die Tilgung eines Darlehens zum Bau oder Kauf eines Eigenheims. Der Eigentümer muss darin seinen Hauptwohnsitz oder Lebensmittelpunkt haben. Das Darlehen muss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein und spätestens bis zum 68. Lebensjahr getilgt werden.

Zulagen. Für die Kredittilgung gibt es Zulagen wie für einen Riester-Sparvertrag: 154 Euro im Jahr Grundzulage plus 185 Euro für jedes Kind (300 Euro für ab 2008 geborene Kinder). Dafür müssen Kreditnehmer mindestens 4 Prozent ihres Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in die Tilgung stecken, aber nicht mehr als 2 100 Euro im Jahr. Ehepaare müssen zwei Kredite aufnehmen, um die Förderung auszuschöpfen.

Steuervorteile. Bis zu 2 100 Euro im Jahr für die Tilgung kann ein Hauseigentümer als Sonderausgaben absetzen. Das führt zu einem Steuervorteil, wenn die Ersparnis aus dem Sonderausgabenabzug die Zulagen übersteigt.

Besteuerung. Die geförderten Beträge werden auf einem Wohnförderkonto erfasst und mit 2 Prozent verzinst. Im Rentenalter ist der Betrag auf dem Konto zu versteuern – in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr oder auf einen Schlag mit 30 Prozent Rabatt.

Auszug. Wer sein Haus verkauft oder vermietet, muss das Wohnförderkonto vorzeitig versteuern. Ausnahmen: Er legt sich innerhalb von vier Jahren ein neues Eigenheim zu oder zahlt die geförderten Beträge binnen eines Jahres in einen Riester-Sparvertrag. Erlaubt ist auch eine vorübergehende Vermietung nach einem berufsbedingten Umzug.

Altvertrag. Das Vermögen aus ihrem Riester-Sparvertrag dürfen die Kunden für den Bau oder Kauf ihrer Immobilie entnehmen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1587 Nutzer finden das hilfreich.