Bauherren sind oft allzu sorglos, mitunter sogar vertrauensselig gegenüber ihren Vertragspartnern. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV), die 1.000 private Bauherren über ihre Erfahrungen beim Eigenheimbau befragen ließ. Mit ihrem Haus waren die Bauherren am Ende meist zufrieden. Doch es zeigte sich auch, dass viele Bauherren über wichtige vertragliche Regelungen und Absicherungen schlecht informiert waren.

- Nur 45 Prozent der Befragten legten einen Fertigstellungstermin fest.

- Nur jeder Zweite vereinbarte eine Endabnahme mit schriftlichem Protokoll aller Vertragspartner.

- Weniger als die Hälfte der Bauherren sicherte sich im Vertrag das Recht, eine Sicherheit für die Gewährleistungszeit einzubehalten.

- Nur 18 Prozent sicherten sich durch eine Bankbürgschaft vom Unternehmer oder eine Fertigstellungsversicherung vor einem Firmenkonkurs ab ­ obwohl in den letzten beiden Jahren mehr als 15.000 Baufirmen Pleite gingen.

- 22 Prozent leisteten nach Vertragsschluss eine Anzahlung von durchschnittlich 15 Prozent der Bausumme.

Darüber hinaus gaben 15 Prozent der Befragten an, dass die tatsächlichen Kosten höher ausgefallen sind als geplant. Andere hatten mehr Glück: In 7 Prozent der Fälle wurde das Haus billiger.

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