Eigenheim übertragen

Beschenkte Kinder zahlen selten Steuern

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Weil Kindern, die von den Eltern ein Eigenheim übertragen bekommen, große Steuerfreibeträge zustehen, zahlen sie nur für sehr wertvolle Immobilien Schenkungsteuern.

Inhalt

Annegret Merten muss für das Haus ihrer Eltern keine Schenkungsteuer zahlen. Als Tochter steht ihr ein Freibetrag von 205 000 Euro zu. Sowohl die Mutter als auch der Vater dürfen ihr Vermögen in dieser Höhe steuerfrei schenken.

Da Annegret das Zweifamilienhaus von beiden bekommen hat, kann sie den doppelten Freibetrag in Anspruch nehmen. Eine Immobilie im Wert von 410 000 Euro bleibt für sie steuerfrei.

Haus und Grundstück haben einen Wert von 600 000 Euro. Das Finanzamt berücksichtigt aber nicht den Verkehrswert, sondern meist etwa 60 Prozent davon. In unserem Fall würden rund 360 000 Euro angesetzt – sie bleiben steuerfrei.

Die günstige Steuerregel wird zurzeit vom Bundesverfassungsgericht überprüft. Das Urteil soll Ende des Jahres fallen. Viele erwarten, dass die Finanzämter Immobilien bald höher bewerten.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 09.03.2021 um 12:17 Uhr
Bedingungen der Übergabe

@EG92: In einem Übergabevertrag kann der Übergebende sehr viel regeln. Ob und wie das von Ihnen beschriebene Ziel (Ehevertrag im Falle einer Eheschließung) dem Übernehmenden als Pflicht wirksam aufgegeben werden kann, sollten Sie ausführlich mit Ihrem Notar besprechen. (TK)

EG92 am 08.03.2021 um 08:19 Uhr
Bedingungen der Übergabe

Guten Tag,
mich würde interessieren, ob der Übergebende dem Übernehmenden auch vorschreiben kann, bei einer eventuellen Eheschließung, einen Ehevertrag zu machen, um das zu übergebende Grundstück samt Haus im alleinigen Besitz des Übernehmers zu belassen? Wenn ja, ist der Ehepartner auch bei einer gemeinsamen Wertsteigerung (Renovierung, Umbau, etc.) nicht zu involvieren?
Danke

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.06.2015 um 15:32 Uhr
Erbe Nießbrauch

@anina100: Die 10-Jahres-Frist spielt dann eine Rolle, wenn ein Kind (etwa Tochter1) beschenkt wurde und sich nach dem Tod des Erblassers zeigt, dass die Geschwister (etwa Tochter2 und Sohn1) enterbt wurden und damit pflichtteilsberechtigt sind. Die Schenkung einer Immobilie wird dann wertmäßig dem Nachlass (ganz oder teilweise, siehe Paragraf 2325 BGB) wieder hinzugerechnet und erhöht somit die Pflichtteile der Enterbten. Das bedeutet auch: zehn Jahre nach der Schenkung erfolgt diese Zurechnung nicht mehr. Die enterbten Kinder profitieren dann also nicht mehr von der Schenkung. So sieht es das Gesetz vor. Im Schenkungsvertrag (mit Tochter1) kann freilich Abweichendes vereinbart werden. In unserem Artikel hatten wir ein Beispiel beschrieben, in dem die vertragliche Regelung so ist, dass die anderen Kinder nicht hinter dem beschenkten Kind zurück stehen müssen. Andere Regelungen sind aber ebenfalls denkbar. (PH)

anina100 am 29.05.2015 um 14:06 Uhr
Erbe Nießbrauch

Guten Tag,
mich würde mal etwas interessieren, dass nirgends erwähnt wird.
Haus an Kind1 übertragen mit Nießbrauchsrecht. Wenn nun Nießbrauchnutzer stirb, was passiert im Erbfall? Muss Kind1 (neuer Eigentümer) mit evtuellen Kind2/ 3... Erbe aufteilen? Auch nach 10 Jahren?
Also erben mögliche weiter Kinder auch an einer Immobilie, selbst wenn Schenkung 10 Jahre zurückliegt?
Danke!!

Profilbild Stiftung_Warentest am 18.12.2014 um 11:18 Uhr
Wohnrecht im elternlichen Haus

@clyclamen: Dies ist nicht der Ort für eine individuelle Sozialrechtsberatung. Im Ratgeber Eltern versorgen haben wir Fragen und Antworten zu diesem Thema veröffentlicht: www.test.de / Suche / Eltern versorgen. Schenken sich Eltern arm und kommt dann in Folge das Sozialamt für die Kosten der Pflege auf, kann das Sozialamt unter Umständen die Schenkungen rückgängig machen. Reicht das Vermögen der Mutter nicht aus, um die Pflegekosten zu bestreiten, können die Kinder vom Sozialamt belangt werden. Denn Kinder sind zum Unterhalt ihrer Eltern verpflichtet. Aber auch dafür gelten Grenzen. Details zu diesem Thema lesen Sie, wie gesagt, im Spezialheft. (maa)