Tipps

  • Entscheidungshilfe. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sich für Sie eher der Kauf oder die Miete einer Wohnung lohnt, können Sie das mit gleich mit diesem Online-Rechner selbst überprüfen.
  • Finanzierungskonzept. Um vergleichbare Kreditangebote einzuholen, müssen Sie zuerst die Eckdaten Ihrer Finanzierung festlegen. Wie viel Geld benötigen Sie? Welche Rate können und wollen Sie zahlen? Für welche Zeit wollen Sie den Zins fest vereinbaren? Können Sie Sondertilgungen leisten? Lassen Sie sich am besten in einer Verbraucherzentrale beraten. Eine ausführliche Beratung kostet dort etwa 100 bis 150 Euro.
  • Eigenkapital. Setzen Sie möglichst viel Eigenkapital ein, behalten Sie aber eine Sicherheitsreserve von drei bis sechs Nettomonatsgehältern. Diese Reserve ist wichtig für unvorhergesehene Ausgaben oder um finanzielle Engpässe zu überbrücken. In der Regel sollten Sie mindestens 20 Prozent der Kosten aus eigenen Mitteln zahlen können.
  • Fremdfinanziert. Bei gutem Einkommen geben inzwischen viele Banken Kredite für den vollen Kaufpreis. Vorsicht: Eine Vollfinanzierung ist teurer und risikoreicher als eine Finanzierung mit Eigenkapital. Müssen Sie Ihr Haus nach einigen Jahren wieder verkaufen, besteht die Gefahr, dass der Verkaufserlös nicht zur Kreditrückzahlung reicht.
  • Kreditbedarf. Kalkulieren Sie Ihren Kreditbedarf so genau wie möglich. Ist der Kredit zu niedrig bemessen, wird oft eine teure Nachfinanzierung nötig. Ist er zu hoch, verlangen Banken eine Nichtabnahmeentschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme. Baukosten lassen sich oft nicht auf den Euro genau im Voraus berechnen. Am besten vereinbaren Sie mit der Bank, dass Sie den Kredit bis zu einem bestimmten Betrag aufstocken können und dass Sie für eine nicht benötigte Teilsumme keine Entschädigung zahlen müssen.
  • Förderung. Günstige Immobilienkredite gibt es von der staatlichen KfW-Bank. Besonders günstig sind KfW-Darlehen für eine energiesparende Modernisierung. Informationen zu den Förderprogrammen der Länder mit interaktivem Förderrechner finden Sie hier. Mehr über die KfW-Programme lesen Sie hier.
  • Tilgung. Nutzen Sie das niedrige Zinsniveau für eine höhere Darlehenstilgung. Eine Anfangstilgung von 1 Prozent ist zu niedrig. Sie führt zu einer Kreditlaufzeit über 35 Jahre. Durch den geringen Schuldenabbau haben Sie außerdem ein hohes Zinserhöhungsrisiko am Ende der Zinsbindung.
  • Sondertilgung. Halten Sie sich die Möglichkeit offen, auch einmal mehr zu tilgen als die festen monatlichen Raten. Jährliche Sondertilgungsrechte von 5 oder 10 Prozent der Darlehenssumme gibt es bei vielen Banken ohne Zinsaufschlag. Besonders flexibel sind Darlehen, die Ihnen zusätzlich das Recht einräumen, die monatliche Rate zu wechseln. Sie sind oft nicht teurer als ein Standarddarlehen.
  • Vergleich. Lassen Sie sich von mehreren günstigen Instituten konkrete Angebote für Ihren Finanzierungswunsch geben. Vergleichen Sie die Kredite anhand des Effektivzinses. Achten Sie auch auf Schätzkosten und Bereitstellungszinsen, die nicht im Effektivzins enthalten sind.
  • Anbieter. Die günstigsten Angebote gibt es bei Vermittlungsgesellschaften, die Kredite im Direktvertrieb vergeben. Fast immer die niedrigsten Zinsen boten im Test die Vermittler Creditweb und Hypothekendiscount. Sehr günstig waren auch Baufi Direkt, DTW, Interhyp und MKiB. Eine Beratung vor Ort ist bei Hypothekenmaklern meist nicht möglich. Interhyp und Creditweb haben aber Filialen in sieben Großstädten.

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