Wichtige Begriffe auf einen Blick

Annuitätendarlehen: Der Begriff bezeichnet ein übliches Baudarlehen mit gleich bleibenden Raten, die neben den Zinsen einen Tilgungsanteil enthalten. Durch die Tilgung nimmt der Zinsanteil mit zunehmender Laufzeit ab, während der Tilgungsanteil steigt.

Beleihungswert: Wert, der bei einem Verkauf der Immobilie nach Schätzung des Kreditinstituts jederzeit zu erzielen ist. Faustregel: Der Beleihungswert entspricht dem Kaufpreis abzüglich eines meist 10-prozentigen Sicherheitsabschlags.

Beleihungsgrenze: Prozentsatz des Beleihungswerts, bis zu dem die Bank eine Immobilie finanziert. Je nach Institut sind Kredite bis zu 80 oder sogar über 100 Prozent des Beleihungswerts möglich. Topkonditionen gelten jedoch nur bis zu einer Grenze von 60 Prozent. Der Anteil des Beleihungswerts, der durch ein Darlehen finanziert wird, heißt auch Beleihungs­auslauf.

Bereitstellungszinsen: Zinsen, die eine Bank für einen bereit gestellten, aber noch nicht komplett ausgezahlten Kredit verlangt. Sie fallen vor allem für Bauvorhaben an, bei denen der Bauherr die Kreditsumme in Teilbeträgen je nach Baufortschritt abruft.

Effektivzins: Diese Angabe ­enthält die wichtigsten Kreditkosten, neben dem Nominalzins auch Bearbeitungsgebühren, ein Disagio (Auszahlungsverlust), die Art der Zins- und Tilgungsver­rechnung und die Vermittlungsprovisionen. Nicht enthalten sind Bereitstellungszinsen, Schätzkosten und Kontoführungsgebühren.

Schätzkosten: Viele Banken verlangen eine Gebühr dafür, dass sie den Immobilienwert ermitteln – meist 0,1 bis 0,5 Prozent des Darlehens.

Sondertilgungen: Zahlungen des Kreditnehmers, die über die fest vereinbarte Tilgung hinausgehen. Sie sind nur möglich, wenn ein Sondertilgungsrecht vertraglich vereinbart ist.

Zinsbindung: Sie gibt an, wie lange ein vereinbarter Zinssatz gültig ist. Zum Ende der Zinsbindung wird über den Zinssatz neu verhandelt.

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