Eigenheim Meldung

Die Zahl der Baumängel steigt: Im Schnitt gibt es 30 Mängel an jedem neuen Haus. Dichtungs­probleme sind am häufigsten. Ursache für die Mängel ist meist eine schlechte Absprache zwischen Planern und Gewerken. Das zeigt eine gemein­same Unter­suchung des Bauherren-Schutz­bundes und des Instituts für Bauforschung Hannover.

Zahl der Mängel um 10 Prozent gestiegen

Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen sich im Schnitt auf 20 meist schwerwiegende Baumängel während der Bauzeit gefasst machen. Bei der Bauabnahme werden etwa zehn weitere entdeckt. Das zeigt eine Unter­suchung von 70 Baustellen. Der Bauherren-Schutz­bund hat gemein­sam mit dem Institut für Bauforschung Hannover zum dritten Mal die Bauqualität von Neubauten analysiert. Im Vergleich zu den Ergeb­nissen aus 2007 und 2011 ist die Zahl der Mängel um 10 Prozent gestiegen.

Problemzone Bade­zimmer

Die Kontrolleure zählten insgesamt 1 642 Mängel. Dichtungs­probleme stehen mit 19 Prozent ganz oben – vor allem beim Abdichten von Duschen und Badewannen sowie an Fens­tern und Türen. Auch von außen sind viele Gebäude schlecht abge­dichtet, so dass Feuchtig­keit nach innen gelangte. Auffällig häuften sich auch Mängel beim Innenputz, bei Fliesen­arbeiten und beim Estrich.

Neuer Ratgeber der Stiftung Warentest

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Informationen zu Gewähr­leistung und Mängel­beseitigung bei Fertighäusern bietet der neue Ratgeber der Stiftung Warentest. Außerdem alles Wichtige von Planung und Finanzierung bis zur Schlüssel­über­gabe. „Unser Fertighaus-Hand­buch – In neun Schritten ins perfekte Eigenheim“ (272 Seiten) gibt es für 29,90 Euro (PDF 24,99 Euro) im test.de-Shop.

Tipp: Ganz gleich ob Fertig-, Bauträger- oder Architekten­haus – unent­deckte Mängel führen oft zu erheblichen Bauschäden und werden teuer. Lassen Sie deshalb die Bauqualität regel­mäßig von einem Sach­verständigen kontrollieren. Experten finden Sie in den Verbraucherzentralen, beim Tüv und Verbänden wie dem Bauherren-Schutz­bund, Verband privater Bauherren und Wohnen im Eigentum.

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