Tipps

  • Entnahme. Sie können für den Bau oder den Kauf eines Hauses aus ihrem zertifizierten Altersvorsorgevertrag einen Betrag von 10.000 Euro bis 50.000 Euro entnehmen.
  • Bedingungen. Das Haus oder die Wohnung, die Sie erwerben wollen, muss in Deutschland liegen. Für den Kauf einer vermieteten Immobilie, für Modernisierungsarbeiten oder Umschuldung dürfen Sie dagegen kein Geld aus Ihrem Riester-Vertrag aufwenden.
  • Vertragsart. Ein gesetzliches Entnahmerecht gibt es nur für zertifizierte Altersvorsorgeverträge wie Rentenversicherungen, Fonds- oder Banksparpläne. Auf Verträge der betrieblich geförderten Altersvorsorge können Sie derzeit noch nicht zurückgreifen.
  • Rückzahlung. Den entnommenen Betrag müssen Hauseigentümer bis zum 65. Lebensjahr in gleichen Monatsraten wieder in einen Altersvorsorgevertrag einzahlen. Sie können selbst festlegen, ob das Geld in den alten oder in einen anderen Vorsorgevertrag fließen soll. Die erste Rate müssen Sie bereits im zweiten Jahr nach dem Kauf des Eigenheims zahlen. Ihren Zahlungsplan stellt die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) auf. Auch Sonderzahlungen sind jederzeit möglich, meist aber nicht sinnvoll.
  • Verlust der Förderung. Geraten Sie als Hauseigentümer mit mehr als 12 Monatsraten in Rückstand, fordert das Finanzamt alle Zulagen und Steuervorteile zurück, die anteilig auf den nicht gezahlten Betrag entfallen sind. Der Staat fordert die anteilige Föderung auch zurück, wenn Vorsorgesparer ihr Haus vermieten oder verkaufen.
  • Ausnahmen. Sie erhalten die anteilige Förderung weiter, wenn Sie spätestens im folgenden Kalenderjahr eine neue Immobilie erwerben, die Sie auch selbst nutzen. Zweite Möglichkeit: Sie zahlen den Restbetrag innerhalb eines Jahres vollständig in einen geförderten Vorsorgevertrag ein.

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