Welcher Vertrag?

Viele Riester-Verträge sind auf die Entnahmemöglichkeit für Bauherren nicht zugeschnitten.

Jeder zertifizierte Vorsorgevertrag bietet die Chance, sich vorübergehend Geld fürs Eigenheim zu borgen. Dennoch sind viele Verträge nicht für die Entnahme geeignet. So werden die hohen Abschlusskosten der Rentenversicherungen besonders dann zum Renditekiller, wenn der Sparer sein Vorsorgekonto lange vor Rentenbeginn plündert. Bei einer Entnahme nach zehn Jahren dürften viele Bauherren nicht einmal die eingezahlten Beiträge wieder bekommen. Eine ordentliche Versicherungsrendite ist in dieser Zeit nicht drin.

Fondssparpläne mit relativ hohem Aktienanteil eröffnen zwar gute Renditechancen, bergen aber bei einer Sparzeit von beispielsweise acht oder zwölf Jahren ein erhebliches Risiko. Eine Börsenflaute kann den Entnahmebetrag gewaltig drücken. Favoriten für Bauherren könnten daher die biederen Banksparläne werden. Die bieten derzeit nur geringe Zinsen. Dafür hat der Sparer die Gewissheit, dass ihm die Rendite nicht durch hohe Kosten oder einen Kursrutsch verhagelt wird.

Noch muss sich der Sparer aber nicht entscheiden. Für die Förderung reicht ein Vertragsabschluss bis Ende des Jahres aus. In den nächsten Monaten wird Finanztest die Angebote prüfen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1411 Nutzer finden das hilfreich.