Will ein Vermieter seine vermietete Wohnung selbst nutzen, kann er jetzt leichter auf Eigenbedarf kündigen. Gerichte dürfen nicht länger darüber entscheiden, wie viel Quadrat­meter Wohn­raum für den Vermieter oder seine Angehörigen angemessen sind. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) bestimmt (Az. VIII ZR 166/14). Richt­werte, etwa für die Wohn­fläche, gibt es nicht mehr. Nur wenn Vermieter „weit über­höhten Wohn­bedarf“ geltend machten, sei das Rechts­miss­brauch. Das könnten Gerichte nur im Einzel­fall entscheiden.

Der Fall: Ein Vermieter hatte seine 130-Quadrat­meter-Wohnung wegen Eigenbe­darfs gekündigt. Sein studierender Sohn sollte einziehen. Der Mieter führte an, Wohnungen dieser Größe seien für Allein­stehende unan­gemessen. Er unterlag vor Gericht.

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