Wenn ein Vermieter Eigenbedarf anmeldet, können Mieter überprüfen, ob er diesen Bedarf wirklich hat. Auf Nachfrage muss der Vermieter sogar offenlegen, wie viele Wohnungen er besitzt und welche davon frei sind oder auch geeignet wären, um seinen Eigenbedarf zu decken. Das hat jetzt das Landgericht Frankfurt am Main entschieden (Az. 2–17 S 18/11).

Will ein Vermieter wegen Eigenbedarfs kündigen, muss er strenge Vorgaben erfüllen: Er muss in einem Schreiben an den Mieter angeben, warum und für wen er die Wohnung benötigt.

Fehlen in dem Schreiben wichtige Angaben oder handelt es sich nachweisbar um einen vorgeschobenen Grund, ist die Kündigung nicht wirksam.

In einem solchen Fall muss der Vermieter alle Kosten übernehmen, die dem Mieter bereits durch seine Suche nach einer alternativen Wohnung entstanden sind.

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