Patientinnen mit Eierstockkrebs werden nicht immer nach bestem Standard behandelt. So erhalten zum Beispiel nur zwei von drei Patientinnen die in den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft definierte Standard-Chemotherapie. Patientinnen einer Uniklinik oder eines Schwerpunktkrankenhauses werden eher optimal behandelt als in Häusern der Grundversorgung. Ausgewertet wurden 500 Patientenakten aus verschiedenen Krankenhäusern.

Jedes Jahr wird hierzulande bei rund 8.000 Frauen ein Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) erkannt. Die bösartige Unterleibserkrankung verläuft zu Beginn relativ arm an Symptomen. Wird die Diagnose gestellt, ist die Krankheit meist schon weit fortgeschritten. Das bedeutet, so Professor Jacobus Pfisterer aus Kiel, dass in Deutschland inner- halb der ersten drei Jahre 65 Prozent aller an Eierstockkrebs Erkrankten sterben und nur jede dritte Patientin fünf Jahre und länger überlebt. Die Schweiz oder Holland hätten eine medizinisch günstigere Situation. Infos: www.ago-ovar.de

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