Eierlikör - Eierlikör als Ostergruß verschenken? So gehts

Haus-Mix. Drei Tage sollten Eigelb und Alkohol zunächst ziehen.

Lange Zeit als Oma-Getränk verschrien, feiert der Mischung aus hoch­prozentigem Alkohol, Eigelb und Zucker gerade ein Come­back. Wir sagen, was im Eierlikör drin sein muss, warum Salmonellen normaler­weise kein Problem sind – und wie Sie mit selbst­gemachtem Likör Oma zu Ostern eine Freude machen können.

Come­back des cremigen Klassikers

Ob pur im Glas, als Soße über Eis oder Waffeln – der Eierlikör ist wieder da. Sein Absatz stieg von 2014 bis 2019 um 18 Prozent. Auch Szene-Destillerien bieten ihn mitt­lerweile an. Gemäß Spirituosen­ver­ordnung muss ein Liter fertiger Eierlikör mindestes 150 Gramm Zucker und mindestens 140 Gramm Eigelb enthalten – so viel liefern rund sieben Hühner­eier der Größe M.

Salmonellen-Gefahr vermeiden

Große Hersteller nutzen pasteurisiertes, also erhitztes Eigelb, um keine Salmonellen und andere Keime einzubringen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sterben eventuell enthaltene Salmonellen in selbst gemixtem Eierlikör ab, wenn Eigelb mit klarem Alkohol wie Wodka vermischt wird und mindestens drei Tage bei Raum­temperatur steht. Der Mindest­alkohol­gehalt von Eierlikör liegt bei 14 Prozent. Die neue Spirituosenverordnung von 2019 erlaubt, Milch­erzeug­nisse zuzu­setzen.

Rezept: Eierlikör selbst­gemacht

6 Eigelb und 0,25 Liter Wodka verrühren, drei Tage bei Raum­temperatur ziehen lassen. 220 Gramm Puder­zucker, 250 Milliliter Sahne und das Mark einer Vanilleschote hinzufügen. Kühlen, in wenigen Tagen trinken.

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