Eier-Kennzeichnung Meldung

Seit Jahresanfang ist die Kennzeichnung von Eiern EU-weit Pflicht: Art der Haltung, Hersteller und Herkunft müssen für den Käufer erkennbar sein. Im Korb des Verbrauchers landet allerdings noch so manches Überraschungsei. Bei einem Check der Verbraucherzentralen kamen zahlreiche Kennzeichnungsmängel ans Licht. test.de zeigt, was auf Ei oder Packung gehört: Damit zu Ostern keine Fälschung im Nest landet.

Schlamperei bei der Kennzeichnung

Der Marktcheck bringt es an den Tag: Mit der Kennzeichnung von Eiern nehmen es viele Händler noch nicht so genau. Bundesweit haben Verbraucherzentralen vom 26. Januar bis zum 7. Februar mehr als 800 Geschäfte und Stände auf Wochenmärkten unter die Lupe genommen. Fazit: Häufig fehlte das vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), es wurden Eier angeboten, obwohl sie älter als 21 Tage waren, Erzeugerkodes waren schlecht lesbar, Daten zur Haltung der Hennen fehlten oder waren falsch. Vor allem auf Wochenmärkten hatten die Verbraucherschützer Anlass zu Kritik.

Der Erzeugerkode: Mängel bei jedem fünften Ei

Der Stempel auf dem Ei gibt Auskunft über die Art der Haltung (Ökologisch, Freiland, Boden oder Käfig), das Herkunftsland, den Betrieb und die Stallnummer. Der so genannte Erzeugerkode muss auf oder in der Packung - bei losen Eiern auf einem Schild oder Begleitzettel - erklärt werden. Bei jedem fünften Ei war das bei der Überprüfung nicht so, bei 7 Prozent der Eier fehlte er gleich ganz. Außerdem waren die Stempel häufig unleserlich oder unvollständig. Den erforderlichen Hinweis zur Käfighaltung hatten viele Händler auf Packung oder Schild einfach „vergessen“. Auch bei der Herkunft wurde geschummelt: Beispielsweise trugen Eier die Kennzeichnung „aus deutschen Landen“ - laut Erzeugerkode stammte die Ware aber aus den Niederlanden. Ab Juli 2005 müssen übrigens auch lose Eier einen Stempel tragen.

Alles frisch?

Eier sind mindestens 28 Tage haltbar. Das Legedatum muss zwar nicht auf den Eiern stehen - doch nur dann kann der Verbraucher schnell erkennen, wie alt sie sind. Ein Viertel der Eier trug diese freiwillige Angabe. Fehlt sie, können Verbraucher nur anhand des MHD errechnen, wann das Ei gelegt wurde. Das MHD fanden die Verbraucherschützer bei 95 Prozent der überprüften Eier, die übrigen hatten keins.

Tipps rund ums Ei

  • Haltbarkeit. Eier halten sich mindestens 28 Tage. Sind sie älter als 21 Tage, dürfen sie nicht mehr verkauft werden. Spätestens 18 Tage nach dem Legedatum müssen sie gekühlt werden. Wegen der Salmonellengefahr sollten sie dann nur gekocht, gegart oder im Kuchen gebacken gegessen werden - Hitze tötet Salmonellen. Für Süßspeisen, in die rohe Eier gehören, verwenden Sie am besten nur ganz frische.
  • Frische. Zu Hause können sie die Frische nach Großmutters Art prüfen: Ins Wasser gelegt, schwimmt das alte Ei an der Oberfläche, das frische sinkt zu Boden. In die Pfanne geschlagen, bildet frisches Eiklar in der Regel einen hohen Ring um das Dotter und zerfließt nur nach außen hin.
  • Farben. Bunte Eier können Sie ruhig im Laden kaufen, sie werden mit Lebensmittelfarbe gefärbt - aber achten Sie darauf, dass die Schale heil ist. Wenn Sie selbst färben wollen, sollten Sie die hart gekochten Eier nicht abschrecken, dann halten sie sich einige Wochen bei Zimmertemperatur. Abgeschreckt verderben sie schneller. Gefärbte Eier müssen übrigens keinen Stempel tragen.
  • Cholesterin. Gesunde können bei der Cholesterin-Bombe Ei ruhig zulangen. Studien haben gezeigt: Sogar mehrere Eier am Tag sind nicht schädlich. Nur wer empfindlich auf Cholesterin reagiert oder Diabetiker ist, sollte mit ein bis zwei Eiern pro Woche auskommen.

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